Ob Preisanpassungen wegen der steigenden Ökostrom-Umlage drohen, ist noch nicht bekannt.

Ob Preisanpassungen wegen der steigenden Ökostrom-Umlage drohen, ist noch nicht bekannt.

Bild: © blende11.photo/Adobe Stock

Grundsätzlich nahmen die Netzbetreiber dank der EEG-Umlage über die Jahre immer mehr Geld ein. Lag die Gesamtsumme im Jahr 2013 noch bei knapp 20 Mio. Euro, waren es 2017 bereits 24,6 Mio. Euro. Die Prognose für 2019 geht allerdings von einem leichten Rückgang auf 22,7 Mio. Euro aus. Wie sich die EEG-Umlage weiter entwickeln wird, könne allerdings nicht sicher prognostiziert werden, heißt es in der Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Bündnisgrünen im Bundestag.

Immerhin habe die Entwicklung des Börsenstrompreises wesentlichen Einfluss auf die Höhe der Umlage. In Anbetracht von Unsicherheiten, wie sich der Stromverbrauch, die wirtschaftliche Lage und die Preise für Kohle, Erdöl und CO2-Zertifikate entwickeln, ist die Berechnung des Gesamtaufkommens der EEG-Umlage spekulativ.

2,4 Prozent der EEG-Einnahmen stammen von Intensivverbrauchern

Während eines deutlichen Zuwachses auf dem EEG-Umlage-Konto ist der Stromverbrauch von verbrauchsintensiven Unternehmen aus Industrie und Gewerbe moderat geblieben: Wurden 2013 noch 93.600 Mio. kWh genutzt, waren es vergangenes Jahr 113.258 Mio. kWh. Auch die Anzahl der Unternehmen, die teilweise von der Umlage befreit sind, ist weitgehend konstant geblieben. Mit 2117 Begünstigten lag die Zahl sogar noch unter dem Wert von 2014 (2140 Begünstigte).

Zur EEG-Umlage trugen die Unternehmen im vergangenen Jahr 595 Mio. Euro bei – im Vergleich zu 2013 sind das fast 300 Mio. Euro mehr. Allerdings haben die Intensivverbraucher damit nur einen Anteil von 1,3 beziehungsweise 2,4 Prozent an den Gesamteinnahmen aus der EEG-Umlage. Auf die berechtigte Frage der Grünen, welche Auswirkungen die Befreiung des industriellen Eigenverbrauchs auf die EEG-Umlage seit 2013 hatte, weiß die Bundesregierung keine konkrete Antwort.

Erzeugung lässt keinen Rückschluss auf Eigenverbrauch zu

Zwar sind die Netto-Stromerzeugungsmengen der Intensivverbraucher für den Zeitraum statistisch erfasst, aber die Zahlen würden keine Auskunft darüber geben, wie viel davon von den Unternehmen selbst verbraucht wurde, heißt es von Regierungsseite. (ls)

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