Der Energiekonzern RWE will sich künftig auf die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien fokussieren. "Folgerichtig wird das Unternehmen nicht mehr in neue Kohlekraftwerke investieren", heißt es einer Pressemitteilung. Das Bekenntnis ist gleichbedeutend mit dem endgültigen Aus für ein mögliches neues Braunkraftwerk im Rheinischen Revier. Bereits 2012 hatte RWE mit den Planungen für das Vorhaben "BoAplus" am Standort Niederaußem begonnen. Damit wollte sich der Versorger die Option erhalten, bestehende Kraftwerke durch eine neue Anlage mit höheren Wirkungsgraden zu ersetzen. Die Wirtschaftlichkeit des Projekts war in den vergangenen Jahren aber ohnehin nicht mehr gegeben.
"Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst und treiben die Energiewende konsequent voran. Neue Kohlekraftwerke haben in unserer Zukunftsstrategie keinen Platz mehr", bekräftigte RWE-Chef Rolf Martin Schmitz. Mit Blick auf den derzeitigen Erneuerbaren-Anteil am heutigen Strommix in Deutschland von rund 40 Prozent würden bestehende Kohlekraftwerke aber noch als Backup-Kapazitäten gebraucht - auch wenn ihr Anteil immer mehr zurückgehen werde, ist das RWE-Management überzeugt.
RWE bekennt sich zu Klimaschutzzielen
Neue Kraftwerke und Speicher seien notwendig, um die Versorgung für einen Industriestandort wie Deutschland dauerhaft zu gewährleisten. Hierfür werde das Unternehmen in erneuerbare Energien, Speichertechnologien und CO2-arme Technologien wie etwa Gasanlagen investieren, wenn die Marktbedingungen dies erlauben. RWE steht zu den europäischen und nationalen Klimaschutzzielen. Die Ankündigung kommt nur wenige Tage vor der Hauptversammlung am kommenden Freitag in Essen. (hoe)



