Solarparks nahe Autobahnen gelten in vielen Fällen als privilegierte Vorhaben. (Symbolbild)

Solarparks nahe Autobahnen gelten in vielen Fällen als privilegierte Vorhaben. (Symbolbild)

Bild: © Cavi Varma/Unsplash

Die RWE-Tochter Renewables Europe und Australia sieht große Chancen für den Ausbau von Solaranlagen entlang der deutschen Autobahnen. “Wir sehen große Chancen für Photovoltaik-Projekte an Autobahnen", sagte Katja Wünschel, Chefin der RWE-Tochter, gegenüber der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (WAZ). Der Essener Energiekonzern sucht derzeit nach geeigneten Flächen und hofft darauf, insbesondere in Nordrhein-Westfalen fündig zu werden.

Als Vorbild gilt ein Bundesland im Süden. "Bayern hat gezeigt, welches Potenzial in Solarfeldern rund um Autobahnen liegt", so Wünschel weiter. Allerdings sollte die Politik aus Sicht des Energiekonzerns die Möglichkeiten für den Aufbau von Solaranlagen neben Autobahnen erweitern.

Solarboom an Autobahnen

Denn aktuell können Flächen bis zu 200 Meter neben Autobahnen privilegiert genutzt werden. Das heißt, dass keine Änderung des Bebauungsplan mehr notwendig ist. Wünschel schlägt jedoch vor, dieses Gebiet sogar auf bis zu 500 Meter auszudehnen. Damit will die RWE-Managerin potenzielle Hemmnisse für den Aufbau von Solaranlagen beseitigen.

Seit Januar 2023 gelten Solarparks im Baugesetzbuch (BauGB) als privilegierte Vorhaben, wenn sie sich auf einem Korridor von 200 Metern rechts und links neben Autobahnen und mehrspurigen Bahnstrecken befinden. Investoren müssen die Freiflächen-PV-Anlagen dann nur noch anzeigen. Die Gesetzesänderung hatte einen Boom von Solarparks neben Autobahnen ausgelöst. (jk)

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