Bereits im Sommer erfolgte der erste Teil der Sprengung des Kieler Kraftwerks. Nach dem Kesselhaus ist Ende dieser Woche nun der Schornstein dran.

Bereits im Sommer erfolgte der erste Teil der Sprengung des Kieler Kraftwerks. Nach dem Kesselhaus ist Ende dieser Woche nun der Schornstein dran.

Bild: © Axel Heimken/dpa

Jetzt soll auch das letzte sichtbare Relikt des alten Kieler Kohlekraftwerks verschwinden. Für Freitag ist die Sprengung des 134 Meter hohen Schornsteins geplant, wie der Geschäftsführer des Gemeinschaftskraftwerks Kiel, Matthias Brock, am Montag ankündigte. Zwischen 13.30 Uhr und 14.30 Uhr soll das weithin sichtbare Bauwerk am Ostufer fallen. Der Sicherheitsradius für die Sprengung beträgt den Angaben zufolge 200 Meter. Die unmittelbaren Anlieger sollen mit Handzetteln benachrichtigt werden.

Im Juli war es erst mit der dritten Sprengung gelungen, das Kesselhaus des Kraftwerks so weit zu zerstören, dass der Schutt abgeräumt werden konnte. Bereits bei einer Sprengung im April war es zu einer Panne gekommen. Damals war ein etwa tellergroßes Metallteil in ein Haus eingeschlagen, das rund 1,1 Kilometer vom Kraftwerk entfernt steht. Verletzt wurde niemand.

Nachfolger ist das Küstenkraftwerk

Das Steinkohlekraftwerk hatte im Frühjahr 2019 nach fast 50 Jahren die Produktion von Strom und Wärme eingestellt. Es wurde durch das moderne Küstenkraftwerk ersetzt, in dem 20 Gasmotoren bedarfsgerecht gesteuert werden können. (dpa/lm)

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