Bild: © Alpiq

Alpiq lanciert ein weiteres Produkt auf dem Weg in die digitale, dezentrale Energiezukunft. Dank dem idealen Zusammenspiel von Digitalisierung und Energie-Know-how betreibt die Energiedienstleisterin für das Elektrizitätswerk der Stadt Maienfeld im schweizerischen Kanton Graubünden ab April 2019 einen Batteriespeicher, um im Versorgungsgebiet des Energieversorgers kostspielige Lastspitzen abzufangen. Der Speicher erbringt zugleich Sekundärregelleistungen für den Systemdienstleistungsmarkt. Das kombinierte Geschäftsmodell ist für den Energiemarkt der Schweiz eine Premiere.

Die Lithium-Eisenphosphat-Batterie, die äußerlich das Volumen eines großen 20-Fuß-Schiffscontainers hat, verfügt über eine Leistung von 1,2 MW und eine Bruttokapazität von 1,5 MWh. Alpiq erhielt den Zuschlag für Betrieb und Bewirtschaftung der industriellen Großbatterie nach einer regulären Ausschreibung. Zentrales Element zur Optimierung des Batteriespeichersystems ist die von Alpiq entwickelte Plattform für Künstliche Intelligenz, die Energy-AI-Plattform. Dort werden unter anderem Wetterprognosen, Markt- und Preisinformationen, historische Lastprofile und frühere Entscheide zur Steuerung des Systems genutzt.

"Digitales Energieökosystem von morgen"

Die zunehmende Digitalisierung und Dezentralisierung der modernen Energiewelt eröffnen den traditionellen Energieversorgern innovative Lösungsansätze und Zugang zu neuen Geschäftsmodellen. Sie bieten die Chance, durch optimale Kombination von Infrastruktur und neuen Technologien die eigenen Kosten zu reduzieren und gleichzeitig zusätzliche Einnahmen zu generieren. In einem nächsten Schritt wollen die EW Maienfeld auch Primärregelleistung anbieten.

Der Energieversorger aus der Schweiz hofft, dass die Kombination der verschiedenen Bewirtschaftungsvarianten – sobald installiert – wertvolle Zusatzeinnahmen für beide Partner generieren werden. Außerdem soll die Wirtschaftlichkeit des Batteriespeichers mit mehreren Geschäftsmodellen breiter und solide abgestützt werden. Bei Alpiq gibt man sich überzeugt: "Solch innovative Ansätze leisten bereits heute einen effektiven Beitrag zu den digitalen Energieökosystemen von morgen." (sig)

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper