Die Preise für Batteriespeicher sind gesunken – nun muss der Gesetzgeber nachziehen. Foto: © AdobeStock

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Bild: © dzmitrock87/AdobeStock

Vor gut einer Woche hat Siemens mit dem Bau eines Elektrolyseurs mit knapp neun MW Anschlussleistung am künftigen Wasserstoffstandort Wunsiedel begonnen. Nun folgt der nächste Paukenschlag: Die fränkische Stadt soll zudem noch einen Batteriespeicher mit 200 MWh Kapazität bekommen.

Siemens treibt die Energiewende in Wunsiedel kräftig voran. So hat die Siemens Smart Infrastructure mit der Zukunftsenergie Nordbayern GmbH (ZENOB), an der auch die Stadtwerke SWW Wunsiedel beteiligt sind, eine Absichtserklärung zur schlüsselfertigen Errichtung eines Lithium-Ionen-Batteriespeichers unterschrieben. Neben der beachtlichen Kapazität soll die Anlage über 100 MW Leistung verfügen und zur Netzstabilität beitragen.

Strom für 20.000 Haushalte

Siemens übernimmt die Projektleitung inklusive eines technischen Umsetzungskonzepts, sowie den Bau einer Mittelspannungsschaltanlage und die Hochspannungsnetzanbindung. Ein Finanzierungskonzept soll ebenfalls erarbeitet werden.

Der 5000 Quadratmeter große Speicher könnte rein rechnerisch 20.000 Durchschnittshaushalte ein Jahr lang mit Strom versorgen. In der Praxis soll die Anlage, die von Fluence, einem Joint Venture von Siemens und AES, geliefert wird, dazu beitragen grünen Überschussstorm zu speichern. Durch eine intelligente Steuerung sollen Spitzenlasten vermieden werden.

Netzbetreiber profitieren

„Davon profitiert auch der vorgelagerte Netzbetreiber, weil er dadurch mehr Flexibilität zum Ausgleich von Spannungsschwankungen erhält, die durch den Ausbau der erneuerbaren Energieerzeugung vermehrt auftreten“, sagte Bernd Koch, Cheftechnologe Energy Performance Services bei Siemens Smart Infrastructure, Deutschland.  Wann mit der Errichtung der Anlage begonnen werden soll, ist bislang nicht bekannt. (lm)

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