Solaranlage in Fürth.

Solaranlage in Fürth.

Bild: © Günter Kusch/Pixelio

Die vom Bundeskabinett im Klimaschutzpaket beschlossene Abschaffung des 52-GW-Förderdeckels sorgt in der Solarbranche für Zuversicht. Das ergab der Geschäftsklimaindex Photovoltaik des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW). BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten König erläutert welche Maßnahmen noch folgen müssen, um die Stromerzeugungslücke infolge des Atom- und Kohleausstieg zu schließen.

Die Bundesregierung hatte im Rahmen des Klimaschutzprogramms beschlossen, bis zum Jahr 2030 die installierte Solarstromleistung auf rund 100 GW zu verdoppeln. Nach Ansicht des BSW müsse diese Marke bereits Mitte der 20er Jahre erreicht werden, um Atom- und Kohleausstieg abzufedern. Um die Solarstromleistung steigern zu können, hoffen die Unternehmen unter anderem auf die "Marktöffnung für Solardächer (…) noch in diesem Jahr", so König.

EEG-Umlage streichen

Um weitere Marktbarrieren einzureißen, solle die Bundesregierung die anteilige EEG-Umlage auf selbst verbrauchten oder direkt belieferten Solarstrom für Miet- und Gewerbequartiere streichen. "Die Diskriminierung solarer Selbst- und Direktversorger muss jetzt beendet werden", fordert König.

Auch im Bereich der Solarwärme sorgen die Klimaschutzpläne der Bundesregierung für Optimismus. "Wichtig ist auch hier, Ankündigungen wie zum Beispiel die Abwrackprämie für Ölheizungen oder die steuerliche Förderung von Solarheizungen schnell umzusetzen, damit geplante Investitionen nicht hinausgezögert werden", sagte König. (pm)

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