Serielle Renovierung auf klimaneutralen Standard, und das digital gesteuert: Die Dena fördert eine Initiative von mehreren großen Bauunternehmen.

Serielle Renovierung auf klimaneutralen Standard, und das digital gesteuert: Die Dena fördert eine Initiative von mehreren großen Bauunternehmen.

Bild: © Ida Friederson/AdobeStock

Mit der Wohnungswirtschaft als bedeutendem Unterstützer können Wärmenetze mit Solarthermie-Einspeisung wertvolle Beiträge zur Wärmewende im Gebäudesektor leisten. Solnet 4.0, eine vom Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) geförderte Initiative zur Marktbereitung solarer Wärmenetze, stellt in einer aktuellen Veröffentlichung Praxisbeispiele vor.

Die Energiewende hat im Wärmebereich noch deutlichen Nachholbedarf. Das Potenzial ist erheblich: Laut des Bundesverbandes Deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) machen die Beheizung und Warmwasserbereitung von Wohngebäuden fast ein Viertel des Endenergieverbrauchs in Deutschland aus – und circa 15 Prozent der CO2-Emissionen.

Infrastruktur für grüne Wärme eigentlich vorhanden

Wärmenetze bieten eine gut geeignete Infrastruktur für den Ausbau grüner Wärme, insbesondere in dicht bebauten Gebieten, wo die Umstellung auf Erneuerbare bei Gebäuden schnell an ihre Grenzen stößt. Es können hohe so­lare Deckungsgrade erreicht werden, zudem ist die Versorgung über zentrale Wärmenetze deutlich kostengünstiger im Vergleich zu dezentralen Anlagen. Doch auch wenn bereits viele Wärmenetze – unter anderem seitens der Wohnungswirtschaft – vorhanden sind, werden diese noch nicht in größerem Umfang für die Einbindung der Solarthermie genutzt.

Gleichwohl sind in den letzten zwei Jahrzehnten zahlreiche solarthermische Anlagen in Betrieb gegangen, die bis heute ihre Langlebigkeit und Wirtschaftlichkeit unter Beweis stellen. Diese basieren auf unterschiedlichen technologischen Konzepten, etwa der Kombination mit Speichern wie Aquiferspeicher oder der Nutzung des Fernwärmenetzes als Saisonalspeicher, wie auch auf verschiedenen Finanzierungs- und Vergütungsmodellen. Einige Beispiele stellt das Forschungsvorhaben Solnet 4.0 in seiner kürzlich erschienenen Publikation „Solare Wärmenetze in der Wohnungswirtschaft“ vor.

Mehr branchenweite Aufmerksamkeit

Darin betont Ingrid Vogler, Leiterin Energie und Technik beim GdW, die Bedeutung der Wärmewende für die Wohnungswirtschaft: „Entscheidend bei der Weiter­entwicklung ihrer Bestände und energetischen Sanierungen sind neben dem Faktor ,grüne Wärme' dabei immer auch die Kosten pro ge­lieferte Kilowattstunde. Wie lässt sich beides bestmöglich verbinden? Hier besteht großes Interesse, vor allem an konkreten Praxisergeb­nissen.“ Das betreffe auch das Thema solare Wärmenetze, für das sie grundsätzlich viel Potenzial sieht und sich mehr branchenweite Aufmerksamkeit durch eine stärkere Kommunikation von Erfolgsbeispielen wünscht. (sig)

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