Volker Puck ist Head of Product und Mitgründer von Enmacc, einem Betreiber von Plattformen für den bilateralen Energiehandel.

Volker Puck ist Head of Product und Mitgründer von Enmacc, einem Betreiber von Plattformen für den bilateralen Energiehandel.

Bild: © Enmacc

Der Kommunalversorger Rhenag Rheinische Energie AG aus Köln ist für seinen Anwendungsfall der erste Kunde des Marktplatzbetreibers Enmacc in dessen Modell "Third Party Trading" (TPT). Das teilte das Münchner Unternehmen am Montag der ZfK ergänzend zu einer Pressemitteilung mit.

Beim TPT schaffen Enmacc und ihr jeweiliger Partner – in diesem Fall die Rhenag – eine automatisierte Schnittstelle zwischen ihren IT-Systemen. Im Falle der Kölner führt dies dazu, dass wiederum Business-to-Business(B2B)-Energiekunden der Rhenag aus der PFM- oder der Energiedatenmanagement-IT der Kölner heraus einen direkten Zugang zu dem außerbörslichen, bilateralen Marktplatz und Handelsbildschirm "Enmarket" von Enmacc bekommen. Die Rhenag kann sie dann bei der Beschaffung unterstützen.

"Auch Kleinstmengen"

Thomas Becker leitet das Portfoliomanagement bei der Rhenag. Er schreibt: "Für unsere Kunden bietet Enmacc den Vorteil, schnell und einfach die offene Position aus dem Vertriebsgeschäft zu schließen und dabei auch Kleinstmengen in den Markt zu stellen. Diese Handlungsschnelligkeit kann zu einem Wettbewerbsvorteil führen." Der außerbörsliche Energiehandel entwickle sich "in Richtung neutrale und digitale Marktplätze".

Schnell und einfach ist die Nachbeschaffung auf diese Weise für Rhenag-B2B-Bestandskunden,

  • weil sie deren IT-Systeme bereits gewöhnt sind,
  • weil der gesamte Prozess von der Preisbeobachtung über den Geschäftsabschluss bis zur revisionssicheren Archivierung ohne Medienbrüche digital und in Echtzeit abläuft ("seamless end-to-end processing") und
  • weil Enmacc eine Handelsliquidität bietet, die Preisangebote mit der allgemeinen Marktentwicklung vergleichen lässt. Das Enmacc-Netzwerk umfasse mittlerweile mehr als 170 Energielieferanten, Weiterverteiler, Industrieunternehmen und Stadtwerke sowie über 600 aktive Handelsteilnehmer, teilte das Unternehmen mit. Es wachse "kontinuierlich".

Mit Thüga und Trianel anderes Modell

Nichts zu tun hat die Dienstleistung TPT, so Enmacc, mit deren Partnerschaftsmodell, das das Unternehmen mit dem Stadtwerke-Netzwerk Thüga und der kommunalen Kooperation Trianel eingangen war. Auch zu deren Energiehandels- und Risikomanagement(ETRM)-Systemen waren Schnittstellen zu den Enmacc-Plattformen "Enmarket" (Handel) und "Entender" (Ausschreibungen) programmiert worden. Diese Arbeiten seien insoweit abgeschlossen, hieß es. (geo)

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