Der Trianel Windpark Borkum, ehemals Offshore-Windpark Borkum West II, wird in zwei Phasen mit je 200 MW errichtet. Der erste Teil läuft bereits seit 2016, im zweiten Teil werden 2019 die 32 Turbinen errichtet.

Der Trianel Windpark Borkum, ehemals Offshore-Windpark Borkum West II, wird in zwei Phasen mit je 200 MW errichtet. Der erste Teil läuft bereits seit 2016, im zweiten Teil werden 2019 die 32 Turbinen errichtet.

Bild: © Jan Ölker/Adwen/Trianel

Die Stadtwerke in Parchim haben in Kooperation mit dem Netzbetreiber 50Hertz eine Anlage zum Umwandeln von überschüssigem Windstrom in Fernwärme in Betrieb genommen. Durch die Kooperation sei man in der Lage, «auch im Bereich der erdgasbasierten Wärmeversorgung die CO2-Emissionen noch weiter zu senken», sagte der Geschäftsführer der Stadtwerke Parchim, Dirk Kempke, laut einer Mitteilung am Montag.

Die sogenannte «Power-to-Heat»-Anlage mit einer Wärmeleistung von 2 MW ist den Angaben zufolge mit zwei Erdgas-Blockheizkraftwerken gekoppelt. Wird mehr Windstrom produziert, als von den Übertragungsnetzbetreibern Richtung Süddeutschland abtransportiert oder lokal verbraucht werden kann, soll die Anlage den überschüssigen Strom in Fernwärme umwandeln. Die Gaskraftwerke werden dann entsprechend gedrosselt.

Weitere Anlagen geplant

Aus Sicht von Dirk Biermann, Geschäftsführer Märkte und Systembetrieb von 50Hertz, ist das Zusammenspiel aus Erneuerbaren und Wärmebereitstellung eine Schlüsselfrage auf dem Weg zur Klimaneutralität. «Rund 30 Prozent der Kohlendioxidemissionen in Deutschland entfallen derzeit auf die Wärmeversorgung von Gebäuden», so Biermann. In Parchim und dem Hamburger Stadtteil Billstedt investiert das Unternehmen demnach 2,3 Mio. Euro.

Laut Angaben von 50Hertz soll eine dritte Anlage noch in diesem Jahr in Stralsund in Betrieb gehen; drei weitere in Neubrandenburg, Rostock und Wedel bei Hamburg befänden sich in Planung beziehungsweise in Bau. (lm/dpa)

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