Der aktuelle Regionalplan weist in der Nähe des Windparks Stiftswald in Nordhessen neue Windvorrangflächen aus. Daher überlegt die Windparkgesellschaft, zu der die Städtischen Werke Kassel gehören, die besehenden neun Anlagen um vier Weitere zu ergänzen – vorerst, denn es könnten sogar noch mehr Windräder folgen.
Neben den bereits ausgewiesenen Flächen, gibt es noch eine weitere Fläche, die Platz für zusätzlich drei Turbinen bietet. Bevor daran allerdings zu denken ist, müssen die vier Anlagen für die bereits ausgewiesenen Flächen genehmigt werden. Hierzu werden bis Oktober naturschutzfachliche Untersuchungen durchgeführt.
Sollten keine Konfliktpotenziale bestehen, würden die Windkraftanlagen im Rahmen eines vorgezogenen Vergabeverfahrens ausgewählt. Nach der Detailplanung könnten ab Juli 2021 die Genehmigungsanträge beim Regierungspräsidium Kassel eingereicht werden. Sollten die Planungen bis dahin erfolgreich verlaufen, wäre mit einer Genehmigung frühestens im Juni 2022, mit einer Inbetriebnahme frühestens im Juli 2023 zu rechnen.
Lohnen würde es sich für die Energiewende und die Betreibergesellschaft zu der neben den Städtischen Werken aus Kassel auch die Stadtwerke Eschwege und Bad-Sooden-Allendorf gehören, auf jeden Fall, denn der Windpark Stiftswald liefert konsequent 20 Prozent mehr Ertrag als ursprünglich prognostiziert. 2015 wurden die neun 3-MW-Anlagen errichtet. Ende 2016 war der Park dann vollständig am Netz und liefert seither jährlich rund 73.000 MWh Strom.
Für die Erweiterung werden 5-MW-Turbinen zum Einsatz kommen. Damit könnten etwa 50.000 MWh pro Jahr erzeugt werden. (ls)
