Seit 1. November bietet der bayerische Anbieter Jurastrom dynamische Tarife an.

Seit 1. November bietet der bayerische Anbieter Jurastrom dynamische Tarife an.

Bild: © Karsten Würth/Unsplash

Wie kann ein von erneuerbaren Energien geprägter Strommarkt bezahlbar bleiben und gleichzeitig Versorgungssicherheit leisten, sprich Regelleistung bereitstellen, Netzspannung halten, mit Netzengpässen umgehen? Dazu haben Vertreter aus Energiewirtschaft und Industrie in einem Papier Impulse und Leitplanken festgehalten.

Die Autoren gehen davon aus, dass das aktuelle Strommarktdesign voraussichtlich nicht ausreichen wird, um Investitionen in Verfügbarkeiten anzureizen, die für die Abdeckung der sogenannten Residuallast nötig sind. Residuallast ist jener Anteil am gesamten Stromverbrauch, der nach Abzug schwankender Wind- und Solarstrommengen übrig bleibt und derzeit vor allem von fossilen Kraftwerken gedeckt wird.

Instrument Herkunftsnachweise

Deshalb schlagen sie vor, das bisherige Marktdesign um eine sogenannte Verfügbarkeitskomponente für erneuerbare Energien zu ergänzen. Diese gesonderten Erlösströme könnten sowohl marktpreisbasiert sein oder leistungsbasiert sein. Denkbar wäre demnach etwa eine Art Flatrate je installiertem MW, um den Zubau der notwendigen Kapazitäten voranzutreiben.

Mögliche geeignete Instrumente wie der Handel mit Herkunftsnachweisen seien teilweise bereits etabliert, heißt es weiter. Sie müssten nur entsprechend breiter angewendet und standardisiert werden. Fest stehe: Flexibilität werde und müsse zunehmend "zu einer Art Leitwährung der Energiewende" werden.

Kostenfrage

Zu Kosten einer Systemumstellung machen die Autoren in dem Papier keine konkreten Angaben. Die Gesamtkosten müssten bei optimaler Ausgestaltung jedoch nicht über die des derzeitigen Strommarkts steigen, heißt es.

Das ganze Papier könnten Sie hier nachlesen. (aba)

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