Proteste in Thüringen und Bayern: Der Hermsdorfer Bürgermeister Benny Hofmann spricht vor Gegnern der geplanten Trassenführung.

Proteste in Thüringen und Bayern: Der Hermsdorfer Bürgermeister Benny Hofmann spricht vor Gegnern der geplanten Trassenführung.

Bild: © Jens Büttner/dpa

"Wir haben durch den Einspruch aus Thüringen sechs Monate verloren", zitiert die Main-Post TransnetBW-Geschäftsführer Werner Götz. Nun soll der Betrieb erst 2026 starten. Denn Thüringen hatte Klage beim Bundesverwaltungsgericht gegen den Vorschlagskorridor der Übertragungsnetzbetreiber Tennet und TransnetBW eingereicht. Die Strecke führt von Schleswig-Holstein westlich an Hannover vorbei über Nordhessen und Südthüringen nach Bayern und Baden-Württemberg.

Zwar hatte das Bundesverwaltungsgericht die Klage dazu im Mai abgewiesen (siehe auch: Thüringen scheitert mit Suedlink-Eilantrag), in der Hauptsache steht die Entscheidung aber noch aus. Hier geht es darum, ob der von den Übertragungsnetzbetreibern bevorzugte Korridor gegen das Gebot der Gradlinigkeit bei neuen Stromtrassen verstößt.

Terminplan für die Fertigstellung "ehrgeizig"

Die Übertragungsnetzbetreiber gehen laut dem Blatt nun davon aus, dass erst 2022 mit dem Bau begonnen wird. Denn die Bundesnetzagentur brauche länger für das Planfeststellungsverfahren. Aber auch die vier veranschlagten Jahre zur Fertigstellung seien laut Geschäftsführer Götz "ehrgeizig". Jede weitere Verzögerung werde sich auf den Inbetriebnahme-Termin auswirken. Für die Versorgungssicherheit und für den Kernkraftausstieg stelle dies aber keine Gefährdung dar, heißt es weiter. (sg)

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