Nicht-erfolgreiche Projekte könnten in Zukunft Neuauktionären bei der KWK-Ausschreibung in die Quere kommen.

Nicht-erfolgreiche Projekte könnten in Zukunft Neuauktionären bei der KWK-Ausschreibung in die Quere kommen.

© Janni/Adobe Stock

Eine neue Vertriebslösung des Frankfurter Energiedienstleisters Süwag ermöglicht es Kommunen, ihren selbst erzeugten Strom, etwa aus einem Blockheizkraftwerk oder einer PV-Anlage,  innerhalb eines Radius von 4,5 Kilometern um die Erzeugungsanlage in den eigenen Liegenschaften zu verbrauchen.

Das Produkt wird laut Pressemitteilung unter dem Namen „Eigenstromversorgung Regional“ angeboten
 

Verbräuche lassen sich eindeutig zuweisen

„Aus den Energiemanagementdaten einer Kommune und unseren eigenen Messungen können wir die verbrauchten Strommengen kaufmännisch eindeutig den einzelnen Liegenschaften zuweisen und sie entsprechend abrechnen“, erklärt Marius Dittert, Leiter Vertrieb Kommunen. Dadurch könnten Kommunen Bezugskosten und Kosten für das EEG einsparen und die eigene Ökostrombilanz verbessern.“

Als erste Kommune nutzt der hessische Main-Taunus-Kreis das Bilanzkreismodell. Insgesamt 25 Photovoltaikanlagen und neun Blockheizkraftwerke (BHKW) betreibt der Kreis nach eigenen Angaben an seinen Schulen. Der so erzeugte Strom wurde bereits direkt vor Ort verbraucht. Die nicht benötigte Energie wurde jedoch zuvor ins öffentliche Netz eingespeist.

Signifikante Kostenreduktion

Die Einspeisevergütungen für Strom aus BHKW und Photovoltaikanlagen sind aber deutlich geringer, als der Strompreis für die übrigen Liegenschaften der Kommune. Daher spare der Landkreis mit dem Bilanzkreismodell der Süwag signifikant Energiekosten ein, heißt es. Die Differenz zwischen den Kosten für den selbst erzeugten und anderenorts verbrauchten Strom und den Strombezugskosten aus dem Netz wird dem Main-Taunus-Kreis gutgeschrieben. Allein für das Jahr 2020 kann der Main-Taunus-Kreis laut Dittert mit einer Gutschrift in Höhe eines mittleren fünfstelligen Betrags rechnen. (hoe)

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