Die Hochtemperatur-Supraleitungskabel (HTSL) gelten als eine wesentliche Technologie, um mehr Strom ohne großen Netzausbau zu transportieren. Das Bundeswirtschaftsministerium fördert die Entwicklung der Technologie im Rahmen des Forschungsprojekts „SuperLink“.
HTSL ermöglichen durch eine spezielle Kühlung der Leiter mit flüssigem Stickstoff den Stromtransport ohne Energieverluste. Zudem können vor allem im urbanen Raum größere Strommengen übertragen und gleichzeitig aufwendige Erdarbeiten beim Ausbau der Stromnetze reduziert werden.
40 Mio. Euro über zehn Jahre
Dabei sind HTSL-Anwendungen nicht auf Stromnetze beschränkt. Im Industriesektor kann HTSL Energieverluste bei Hochstromanwendungen, etwa bei der Chlor-Elektrolyse, vermeiden, und auch beim Bau von großen Windkraftanlagen sind mit HTSL Leistungssteigerungen durch leichtere und kompaktere Generatoren möglich.
Das BMWi fördert die Forschung zu HTSL mit rund 40 Mio. Euro über zehn Jahre. Das Projekt wird von einem Konsortium aus Industrie und Forschung unter der Führung der Stadtwerke München durchgeführt. (lm)
