In Deutschland herrscht noch ein grau-grüner Strommix. Der Anteil der Erneuerbaren soll aber kontinuierlich steigen.

In Deutschland herrscht noch ein grau-grüner Strommix. Der Anteil der Erneuerbaren soll aber kontinuierlich steigen.

Bild: © Christos Georghiou/Adobe Stock

Gut 52 Prozent der deutschen Verbraucher entschieden sich vergangenes Jahr für die Versorgung mit konventionellem Strom. Aber die Aufholjagd der umweltfreundlichen Energieträger hat begonnen, so die Auswertung von Check24. 44,5 Prozent, der Kunden des Online-Vergleichsportals wechselten zu Ökostromtarifen.

Nachhaltige Ökostromtarife werden hingegen nur von 3,4 Prozent der Verbraucher gewählt, dabei wären genau sie wichtig für das Vorankommen der Energiewende. Als nachhaltig werden Stromverträge bezeichnet, wenn ihr Anbieter nachweisen kann, dass er die lokale Ökostromproduktion fördert und damit den Anteil an konventioneller Energie auf dem Markt verringert.

Grünstrom ohne Label wird importiert

Anbieter von Basis-Ökostromtarifen kaufen ihren Strom aus bereits bestehenden Anlagen im Ausland, ohne in den Neubau sauberer Kraftwerke vor Ort zu investieren. Wer tatsächlich nachhaltig zur Energiewende beitragen will, sollte auf das "Grüner-Strom-Label" oder "Ok-Power-Siegel" achten.

Hauptgrund für das schlechte Abschneiden der Nachhaltigkeitstarife könnte der Kostenfaktor sein, denn Basistarife sowie konventionelle Versorgungsangebote sind meist günstiger für die Verbraucher. Dennoch lässt sich auch bei der umweltfreundlichsten Variante Geldsparen: Ein Vier-Personen-Haushalt mit einem jährlichen Durchschnittsverbrauch von 5.000 kWh spart in den 100 größten deutschen Städten immer noch knapp 200 Euro mehr als in der Grundversorgung. (ls)

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