Dank „Elisa“ und „Elican“ braucht es für die Errichtung von Offshore-Windparks bald keine speziellen und teuren Schiffe und Kräne. Hinter den beiden Namen verstecken sich zwei EU-geförderte Projekte, die schwimmende Teleskop-Tragstrukturen für Windkraftanlagen auf See entwickeln. Für die Prüfung des Designs und Überwachung der Installation des Prototyps im Juni hat sich der spanische Entwickler Esteyco TÜV Süd an Bord geholt.
Prototyp schafft 30 Meter Wassertiefe
Durch die Kombination eines Teleskopturms und einer im Transportzustand schwimmenden Plattform lassen sich die Kosten für die Installation von Offshore-Anlagen deutlich senken. Die komplette Tragstruktur kann im Trockendock aus vorgefertigten Elementen zusammengesetzt werden. Bis der Standort auf See erreicht ist, dient das Fundament der Windturbine als Schwimmkörper. Am Ziel angekommen, wird das Fundament abgesenkt und der Teleskopturm ausgefahren. Der Prototyp „Elican“ ist für eine Windenergieanlage mit einer Leistung von fünf MW ausgelegt und kann bis zu einer Wassertiefe von 30 Metern eingesetzt werden.
Für die statische und dynamische Berechnung der Konstruktion braucht es die Zusammenarbeit diverser Experten. Daher wurde der TÜV Süd mit der Prüfung der Berechnungen und Installationszustände beauftragt. (ls)


