In diesem Gebäude befinden sich die Elemente des Ludwigshafener Hybridkraftwerks.

In diesem Gebäude befinden sich die Elemente des Ludwigshafener Hybridkraftwerks.

Bild: © TWL

Der rheinland-pfälzische Versorger hat im Sommer 2018 eine Kraftwerkskombination aus Gasturbine und Batteriespeicher in Betrieb genommen, um im Rahmen des Sinteg-Schaufensters "Designetz" für mehr Flexibilität im Verteilnetz zu sorgen. Gesteuert werden die beiden Anlagen über den Balance Power Controller. Nun wollen die Technischen Werke Ludwigshafen (TWL) die selbst entwickelte Software vertrieblich nutzen.

"Wir sind davon überzeugt, dass nicht nur die Idee des Hybridkraftwerkes, sondern gerade auch der Balance Power Controller für viele Unternehmen mit eigenen Erzeugungs- und Regelenergieanlagen zukünftig im Rahmen der Energiewende interessante Lösungen sind", sagt Thomas Mösl, Technischer Vorstand der TWL.

Primär- und Sekundärregelleistung

Die Software-Lösung steuert automatisch und sekundenschnell die Reaktion auf Netzschwankungen und sorgt für ein effizientes Zusammenspiel der Batterie und Gasturbine. Bislang haben die TWL durchweg positive Erfahrungen im mittlerweile einjährigen Betrieb des Hybridkraftwerks gemacht.

Die Anlagen-Kombination stellt sowohl 7,5 MW Primär- als auch 4 MW Sekundärregelleistung zur Verfügung. Dabei ist der Batteriespeicher der dynamische Part und sorgt in einer ersten Phase für eine millisekundenschnelle Verfügbarkeit der Energie, während die Gasturbine in der zweiten Phase übernimmt und eine lange Kapazität sichert. In einer dritten Phase lädt die Turbine mit der restlichen Energie aus der Nachlaufzeit die Batterie wieder auf. (ls)

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