Die Mehrheit der Menschen in Deutschland ist für die Energiewende ‒ auch "vor der eigenen Haustür". Das zeigt eine aktuelle, repräsentative Umfrage des Energiekonzerns Eon. Demnach befürworten rund 70 Prozent der Befragten den Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland.
Die überwiegende Mehrheit bewertet Solarparks auf dem Gebiet der Heimatgemeinde oder in deren Nähe als positiv. Die allgemeine Akzeptanz für Solarparks in Wohnortnähe liegt den Umfrageergebnissen zufolge bei rund 86 Prozent. Der Wert ergibt sich aus den Stimmen der Befürworterinnen und Befürworter und dem Anteil der Befragten, die die Photovoltaik-Freiflächenanlagen neutral bewerten (16,5 Prozent). Nur 14 Prozent sehen sie demnach nicht positiv.
Stärkster Ausbau
Eine Befragung der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) hatte im Dezember 2023 noch ein anderes Ergebnis gezeigt. Die Akzeptanz für Solarparks in der eigenen Nachbarschaft fiel damals mit 59 Prozent Zustimmung deutlich niedriger aus.
Solarparks sind die im vergangenen Jahr am stärksten ausgebauten erneuerbaren Kraftwerke. Wie der Branchenverband BSW auf Basis von Zahlen der Bundesnetzagentur herausgefunden hat, entstanden in 2023 Freiflächenanlagen mit einer Leistung von rund 4,3 Gigawatt (GW). Damit liegen Solarparks vor Windkraftanlagen mit etwa 3,2 GW an Land und auf See sowie Biomasseanlagen mit circa 0,12 GW.
An der neuen Befragen haben mehr als 5000 Menschen in der Bundesrepublik teilgenommen. Durchgeführt hat sie das Meinungsforschungsinstitut Civey im Auftrag von Eon Energie Deutschland. (jk)



