Nicht nur Strom kostet in der Schwabenstadt künftig mehr, auch Gas und Wasser werden teurer.

Nicht nur Strom kostet in der Schwabenstadt künftig mehr, auch Gas und Wasser werden teurer.

Bild: © Thorben Wengert/pixelio.de

Der Münchner Ökostrom-Anbieter Octopus Energy hat über Civey 1012 Bürger*innnen zu ihren Präferenzen bei Stromtarif befragt. Der Mehrheit (77 Prozent) ist bei der Wahl des Tarifs das Preis-Leistungs-Verhältnis wichtig. Haushalte, die keinen Ökostrom beziehen, geben als häufigsten Grund hierfür die Kosten für grüne Energie an.

So halten 40,6 Prozent Ökostrom für zu teuer. Weitere 21,3 Prozent legen schlichtweg keinen Wert auf die Erzeugung und weitere 31,5 Prozent finden einen Anbieterwechsel zu kompliziert oder die Angebote zu intransparent.

Stromkosten dürfen nicht zum sozialen Sprengstoff werden

Vor allem das Kostenargument hängt mit der Kaufkraft der Befragten zusammen. Befragte mit niedriger oder sehr niedriger Kaufkraft zeigen überdurchschnittliches Preisbewusstsein und eine unterdurchschnittliche Präferenz für Grünstrom. Umgekehrt bezieht die kaufkräftigste Gruppe am häufigsten Ökostrom. Zudem nehme die Tendenz ein umweltfreundliches Stromprodukt zu wählen mit zunehmender Bevölkerungsdichte und einem steigenden Bildungsgrad zu, wie aus der Umfrage im Auftrag von Octopus Energy hervorgeht.

Auch zwischen Ost und West gibt es deutliche Unterschiede. Während 84,1 Prozent der Ostdeutschen das Preis-Leistungs-Verhältnis wichtiger als den ökologischen Mehrwert einstuften, ist der Trend in Westdeutschland eher umgekehrt. Dort sehen 32,7 Prozent die Ökologie des Tarifs als entscheidenden Auswahlfaktor. Andrew Mack, Geschäftsführer von Octopus Energy Germany hat aufgrund der Umfrage-Ergebnisse einen klaren Appell an die kommende Bundesregierung: "Sauberer Strom muss in Summe deutlich günstiger werden, damit ihn sich jeder leisten kann. Die Energiewende muss gelingen, aber Strom darf nicht zu sozialen Sprengstoff zwischen Arm und Reich oder Ost- und West werden." (lm)

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