Die Erneuerbaren stehen zunehmend auf eigenen Füßen – unabhängig von staatlichen Fördergeldern. Langzeit-Direktlieferverträge für Grünstrom keimen nicht nur als Trend für Ü-20-Anlagen auf, sondern sind auch ein Finanzierungsmodell für Neuanlagen. Wie die Preise kalkuliert werden müssen, hängt allerdings von der Marktentwicklung ab. Auroa Energy Research bietet hierzu nun Analysen an.
In der ersten Ausgabe des Erneuerbare-Energien-Reports kommen die Aurora-Experten unter anderem zu dem Ergebnis, dass die Betreiber einer neu errichteten Photovoltaikanlage mit zehnprozentiger Wahrscheinlichkeit damit rechnen müssen, durch Marktpreisschwankungen bis zu 44 Prozent der erwarteten Umsätze zu verlieren.
PV 25 Prozent unter Base-Preis
Bei Windkraftanlagen ist das Risiko mit 36 Prozent der Umsätze etwas kleiner. In einem P90-Downside-Szenario sinken die Preise für Onshore-Wind und Solar-PV bis 2040 um 25 Prozent unter die Grundlast, während der Preis für Offshore-Wind nur um 18 Prozent im Vergleich zum Base-Preis zum gleichen Zeitpunkt sinkt. Der Kostenpeak für Herkunftsnachweise wird im Jahr 2030 erwartet.
Die Reports über die Marktentwicklung werden halbjährlich von Aurora Energy upgedatet, um auch die Entwicklung über die Zeit im Blick zu haben – in Anbetracht steigender Preise für CO2-Zertifikate und dem beschleunigten Kohleaussteig kann sich die Lage nämlich schnell verändern. (ls)

