Hier werden noch große Mengen an fossilen Rohstoffen verbraucht: ein Zementwerk von Cementa auf Gotland.

Hier werden noch große Mengen an fossilen Rohstoffen verbraucht: ein Zementwerk von Cementa auf Gotland.

Bild: © Vattenfall

Vattenfall und Cementa, eine Konzerntochter der Heidelberg-Cement-Gruppe, sehen gute technische Voraussetzungen für die Zementherstellung mit Hilfe von Strom aus erneuerbaren Energien. Zu diesem Ergebnis kommt jetzt eine Studie im Rahmen des Projekts "Cemzero". Die beiden Unternehmen haben das Projekt im Jahre 2017 initiiert,die schwedische Energieagentur finanziert die Studie mit.

Das Ziel von "Cemzero" ist es, eine elektrifizierte Zementproduktion mit Hilfe fossilfreier Elektrizität aufzubauen. Im Rahmen der Studie wurde anhand verschiedener Technologien betrachtet, wie fossilfreie Elektrizität die für die Zementherstellung nötige Wärme anstelle von konventionellen Brennstoffen liefern kann. Immerhin wird eine Hitze von 1450 Grad Celsius benötigt.

CO2-Bilanz Schwedens würde sich deutlich ändern

Die Unternehmen geben nun grünes Licht für die Untersuchungen, wie eine Pilotanlage zur strombasierten, CO2-neutralen Zementherstellung konkret aussehen könnte. Dazu wird auch Plasmatechnologie getestet, weil damit möglicherweise technische Risiken reduziert und das Verfahren in größerem Maßstab implementiert werden könnte. Eine vollständige technische Umstellung der Zementbranche in Schweden könnten die gesamten CO2-Emissionen des Landes bis 2030 um fünf Prozent senken, heißt es.

"Es ist für uns ein sehr positives Signal, die Arbeit an der Elektrifizierung der Zementindustrie fortsetzen zu können. Cemzero ist eines der wichtigsten Beispiele für eine neue Zusammenarbeit mit Blick auf die technologische Entwicklung und kann einen entscheidenden Beitrag für eine fossilfreie Zukunft liefern", sagt Magnus Hall, Präsident und CEO bei Vattenfall.

Kostensteigerungen erscheinen überschaubar

Für den Konzern ist dieses Industrieprojekt ein wesentlicher Teil der Strategie, seinen Kunden innerhalb einer Generation ein Leben ohne fossile Brennstoffe zu ermöglichen. Der Studie zufolge würden sich die Herstellungskosten für Zement zwar in etwa verdoppeln, doch die Gesamtkosten für fertige Gebäude oder Infrastrukturprojekte würden sich nur um wenige Prozent erhöhen. (sig)

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