So soll die im Januar 2019 angekündigte Anbindung des Gewerbestrom-Marktplatzes Eless an die Ausschreibungsplattform Tender365 aussehen.

So soll die im Januar 2019 angekündigte Anbindung des Gewerbestrom-Marktplatzes Eless an die Ausschreibungsplattform Tender365 aussehen.

Grafik: © Eless © Tender365

Der Gewerbekunden-Stromvertrieb ist künftig von der Kalkulation bis zur Back-to-back-Beschaffung ein volldigitaler, weitestgehend automatisierter und damit relativ günstiger sowie fehlerarmer und revisionssicherer Prozess. Das ist das Versprechen hinter der strategischen Zusammenarbeit und Plattformen-Integration, die der Gewerbestrom-Marktplatz Eless und die Ausschreibungsplattform für Strom- und Gas-Fahrpläne Tender365 am Donnerstag bekanntgaben.

Eless ist ein Start-up, dessen Marktplatz seit Anfang 2018 live ist, und Tender365 ein Gemeinschaftsunternehmen der Energieversorger GVS (EnBW-Konzern), Gas-Union, Eins Energie in Sachsen und der energiewirtschaftlichen IT-Schmiede Exxeta.

Go-Live "im Sommer"

Demnach haben die neuen Partner eine Schnittstelle von Eless nach Tender365 vorbereitet, die "im Sommer" scharfschalten soll, hieß es. Nutzen können sie nur Unternehmen, die auf beiden Plattformen registriert sind. Dann können Stromversorger die Strom-Fahrpläne, die sie auf Eless an Gewerbekunden verkauft haben, back-to-back, also spiegelbildlich auf Tender365 ausschreiben und dort per Klick nachbeschaffen.

Das Prinzip von Eless ist, dass ein Gewerbekunde, der einen Fahrplan-Abschluss anfragt, sofort bis zu zehn Angebote bekommt. Denn die konkurrierenden Anbieter haben vorher schon ihre bevorzugten Kundenkreise, ihre Einkaufspreise, Höchstmengen und Vertriebsmargen hinterlegt. Gut 30 Stromversorger buhlen auf Eless um die Gunst eines Unternehmenskunden.

"Preisrisiken durch Prozessbrüche sind weg"

Schlägt der Einkäufer des Gewerbebetriebs auf eines der Angebote per Klick ein, fließen von Sommer an die entscheidenden Daten des Abschlusses – Menge, Lastgang, Laufzeit, eventuell Ökostrom – automatisch als Fahrplan-Ausschreibung des Stromunternehmens vom Eless-Front End ins Tender365-Front End und in dessen dortiges Portfolio. Dort kann der Stromversorger auf Angebote auf Großhandelsebene warten, sich mit einem Klick-Abschluss back-to-back eindecken und seine offene Position schließen.

"Damit schließen wir eine Marktlücke", schreibt Alexander Schießl, Gründer und Geschäftsführer von Eless. "Bestehende Angebote haben entweder keine Integration an einen Marktplatz für Stromhandel oder sind sehr kostspielig." Helmut Kusterer, Geschäftsführer der Tender365 und Vertriebsleiter Dienstleistungen bei GVS, ergänzt: "Preisrisiken durch Zeitversatz und ineffiziente Prozessbrüche gehören der Vergangenheit an."

Die neuen Partner zeigen Simulationen ihres integrierten Front End auf ihren jeweiligen Ständen auf der Leitmesse E-World vom 5. bis 7. Februar in Essen. (geo)

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