Ein pauschaler Mindestabstand von 1000 Meter von Windkraftanlagen zu Wohngebäuden würde den weiteren Ausbau von Windenergie praktisch komplett zum Erliegen bringen. Das ist das Ergebnis einer Datenanalyse, die Wissenschaftler des Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) veröffentlicht haben.
Die Forscher haben das Potential der Windenergie bei Mindestabständen 600 bis 1200 Metern in 200-Meter-Schritten untersucht. Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, dass das Windkraftpotential bei einem pauschalen Mindestabstand von 1000 Meter deutlich reduziert würde. Bei 800 Metern sei es vorstellbar, dass das deutsche Windkraftziel von bis zu 86 GW Windkraft bis 2030 erreicht werden könne.
2050er-Ziele nur mit 600 Metern
Um die Windkraft an Land zum tragenden Pfeiler der zukünftigen klimaneutralen Stromversorgung auszubauen und die Ausbauziele für Windenergie bis 2050 zu erreichen, dürfte die Abstandsregelung allerdings nicht mehr als 600 Meter betragen, so die Forscher. (pm)



