Das Speichern kann beginnen (v.l.): Energieminister Christian Pegel, Wemag-Projektleiter Jost Broichmann und Wemag-Vorstand Thomas Murche nehmen die Batteriespeicherstation WBS 500  in Betrieb.

Das Speichern kann beginnen (v.l.): Energieminister Christian Pegel, Wemag-Projektleiter Jost Broichmann und Wemag-Vorstand Thomas Murche nehmen die Batteriespeicherstation WBS 500 in Betrieb.

© Wemag/Stephan Rudolph-Kramer

Der Name des Batteriespeicher hält, was er verspricht: Die WBS 500 kann bis zu 500 kW Primärregelleistung bereitstellen. Mit einer Leistung von 750 kW und einem Speichervermögen von 925 kW gleicht das Aggregat nicht nur Frequenzschwankungen im Stromnetz aus, sondern gewährleistet die Energieversorgung für Mieterstromprojekte und Ladeinfrastruktur.

Die Wemag hat das Multitalent unter den Speichern in Eigenregie mit regionalen Partnern aus Mecklenburg und der Prignitz entwickelt und errichtet. Der Prototyp enthält 121 Batteriepakete des koreanische Herstellers Samsung SDI mit jeweils 7,65 kWh. Von den 750 kW Gesamtleistung können 500 kW für Frequenzstabilisierung, 125 kW als Leistungsreserve, 125 kW zur Kundenversorgung bereitgestellt werden.

Gesetzlicher Rahmen für Speicherdienstleistungen fehlt

Gemeinsam mit einem bereits bestehenden Wemag-Speicher soll die im Vergleich zu anderen Batteriekraftwerken kleine Anlage künftig in ein virtuelles Kraftwerk integriert werden. Dadurch würden sich zusätzliche Erlösmodelle geben. „Wir sehen Batteriestationen als künftige Netzbetriebsmittel. Mit einem Netzwerk von Batterien, die in einem virtuellen Kraftwerk miteinander verbunden sind, können Netzbetreiber flexibler auf Netzsituationen reagieren. Dafür müssen sie die Speicher nicht notwendigerweise besitzen, sondern nur die jeweiligen Dienstleistungen daraus abrufen. Der regulatorische Rahmen dafür fehlt allerdings noch“, sagte Thomas Murche, Wemag-Vorstand.

Nach 1,5 Jahren Entwicklungszeitraum und 650 000 Euro Investitionskosten soll in den kommenden Monaten eine öffentliche Ladesäule an die WBS 500 angebaut werden, um zu testen, wie die Batterie für ein intelligentes Lademanagement genutzt werden kann. Für den Schweriner Versorger ist der Multifunktionsbatterie mittlerweile der dritte Speicher. (ls)

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