Der Anteil erneuerbarer Energien am EU-Gesamtverbrauch hat sich seit 2004 verdoppelt.

Der Anteil erneuerbarer Energien am EU-Gesamtverbrauch hat sich seit 2004 verdoppelt.

Bild: © Rainer Sturm/Pixelio

Die erste Ausschreibung für Onshore-Windenergie und Solaranlagen im neuen Jahr ist vorüber: Von den 700 MW an ausgeschriebener Windkraftleistung konnten nur 476 MW bezuschlagt werden. Damit war die Ausschreibung um 30 Prozent unterzeichnet.

Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur (BNetzA), verfolgt die Entwicklung mit Sorge: "Gemeinsam mit der Branche und den zuständigen Behörden muss an Lösungsansätzen hinsichtlich der Genehmigungssituation gearbeitet werden." Insgesamt gingen in der Onshore-Auktion 72 Gebote mit einem Volumen von 499 MW ein. 67 Gebote davon wurden bezuschlagt.

Durchschnitt des anzulegenden Wertes leicht gesunken

Der Trend zur Unterzeichnung war bereits bei der letzten Ausschreibung im Herbst 2018 erkennbar. Im Oktober kamen von den 670 MW an Ausschreibungsmenge lediglich 363 MW unter den Hammer.

Parallelen gibt es auch bei der Preisentwicklung der Gebote: Die Werte lagen zwischen 5,24 Cent pro kWh und 6,20 kWh, was einen durchschnittlichen Zuschlagswert von 6,11 Cent pro kWh ergibt. Im Oktober 2018 lag der Durchschnittswert bei 6,26 Cent pro kWh.

BWE sieht Ursache im Fehlstart der Ausschreibungen

„Der Ausbau der Windenergie an Land hat sich vom Fehlstart der Ausschreibungen in 2017 noch nicht erholt", sagt Hermann Albers, Präsident Bundesverband Windenergie. Ausschreibungen leisteten keinen ausreichenden Beitrag mehr, um den Zubau des Leistungsträgers der Energiewende geordnet und planmäßig abzusichern. Erforderlich sei ein deutlicher Schub bei den Flächenausweisungen  und in der Genehmigungspraxis. Nur dann lasse sich das bereitstehende Volumen signifikant erhöhen. "Bund, Länder und Branche haben in der Fachagentur Wind an Land bereits die Ursache der schleppenden Genehmigungen analysiert. Jetzt gilt es erkannte Ursachen abzustellen“, so Albers.

Laut Anlagenregister waren insgesamt 1840 MW Wind an Land zur Teilnahme an der aktuellen Ausschreibung berechtigt, es haben sich aber nur Projekte im Umfang von 499 MW beteiligt.

Solarausschreibung deutlich überzeichnet

Bei der Auktion für Solaranlagen lief es damals wie heute besser: 80 Gebote mit einem Leistungsumfang von 565 MW gingen bei der BNetzA ein. Damit war die ausgeschriebene Menge von 175 MW um das circa zweieinhalbfache überzeichnet. Letztlich wurden 24 Zuschläge mit einer Leistung von 178 MW bezuschlagt.

Die ermittelten Zuschläge lagen zwischen 4,11 Cent pro kWh und 5,18 Cent pro kWh (Vorrunde 3,86 bis 5,15 Cent pro kWh) - ´ der durchschnittliche, mengengewichtete Zuschlagswert betrug 4,80 Cent pro kWh (Vorrunde 4,69 Cent pro kWh). (ls)

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