Die Stromerzeugung durch Braunkohlekraftwerke bleibt in der energiepolitischen Diskussion.

Die Stromerzeugung durch Braunkohlekraftwerke bleibt in der energiepolitischen Diskussion.

Bild: © Reiner Weisflog

Hybridkraftwerke aus Windturbinen und Solaranlagen könnten die Zukunft der deutschen Braunkohlereviere werden. Laut dem Bericht "Erneuerbare Energien – Vorhaben in den Tagebauregionen" im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) bieten die Flächen nach einer Stilllegung der Kohleförderung Platz für die Produktion von mehreren Hundert MW an "grünem" Strom. Projektierer wie die Baywa r.e., Solarpraxis, Vattenfall und Wattner gehen sogar davon aus, dass sich PV-Freiflächen auch ohne EEG-Förderung realisieren lassen.

Allein in der Lausitz könnten knapp 2000 MWp an Windkraftanlagen installiert werden, so der Bericht im Auftrag des BMWi. Die Prognose für Solaranlagen liegt bei 8800 MWp und 6800 MWp für Hybridanlagen. Vattenfall und Co. kündigten an, dass sie Solarparks und Hybridkraftwerke von mindestens 250 MW aufbauen könnten und zwar ohne EEG-Subventionen.

Förderfreie Projekte in der Pipeline

"Was wir benötigen, sind lediglich entsprechend geeignete Flächen sowie Netzanschlusspunkte mit ausreichender Kapazität", erklärt Matthias Taft, Energievorstand der Baywa. Claus Wattendrup, Leiter des Geschäftsbereiches Solar und Batterien bei Vattenfall ergänzt: "Wir haben bereits subventionsfreie Windprojekte in der Bauvorbereitung und sind sehr zuversichtlich, dass wir bald auch Solarprojekte in Deutschland sehen werden, die komplett ohne Subventionen auskommen."

Wie förderfreie Projekte schon heute realisiert werden können, zeigt die Baywa r.e. in Spanien. Auf einer Fläche von 265 Hektar hat die BayWa den Solarpark "Don Rodrigo" mit einer Gesamtleistung von 175 MWp fertiggestellt. Anstelle einer Förderung steht ein Power Purchase Agreement – der Grünstrom wird gewinnbringend direkt an den Kunden vermarktet. (ls)

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper