Werden Windkraft und Flugverkehr bald versöhnt? Eine neue Berechnungsmethode für die Auswirkungen von Windkraftanlagen auf Drehfunkfeuer könnte ein erster Schritt sein.

Werden Windkraft und Flugverkehr bald versöhnt? Eine neue Berechnungsmethode für die Auswirkungen von Windkraftanlagen auf Drehfunkfeuer könnte ein erster Schritt sein.

Bild: © s_fukumura/Adobe Stock

Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) hat gemeinsam mit Projektpartnern ein neues Mess- und Bewertungssystem für die Auswirkungen von Windkraftanlagen auf Drehfunkfeuer entwickelt. Nun soll die Methode bereits ab Juni bei Windkraftprojekte angewendet werden.

Im Rahmen des vom BMWi geförderten Projekts „WERAN plus“ wurden drohnenbasierte Vor-Ort-Messungen an Doppler-Drehfunkfeuern (DVOR) vorgenommen und eine Vollwellensimulation durchgeführt. Auf Grundlage dessen wurde die Berechnungsmethode der Deutschen Flugsicherung (DFS) dann angepasst.

International gilt ein Abstand von zehn Kilometern

Der BWE begrüßt die Überarbeitung der Bewertungsmethode: „Das ist ein wichtiger erster Schritt, um die Blockade vieler gut geeigneter Flächen für die Windenergie zu beenden. Jetzt muss allerdings auch der zweite Schritt erfolgen: Deutschland leistet sich mit 15 Kilometern einen Prüfradius um die Drehfunkfeuer, der international einmalig ist. Der Radius muss mindestens auf den international üblichen Maßstab von zehn Kilometern herabgesetzt werden", so Wolfram Axthelm, Geschäftsführer des BWE.

International ist eigentlich ein Prüfradius von nur zehn Kilometern vorgehen, wenn es sich um ein DVOR handelt. Im Klimapaket ist vorgesehen, Windkraft und Flugsicherung besser miteinander zu vereinen.

Ergebnisse für konventionelle Drehfunkfeuer Anfang 2021

Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt führt nun Untersuchungen an konventionellen Drehfunkfeuern fort, um auch für diese eine verbesserte Berechnungsformel zu entwickeln. Mit Ergebnissen könne allerdings erst Anfang 2021 gerechnet werden, hieß es von der Behörde. (ls)

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