Die niedersächsische Papier- und Kartonfabrik Varel testet zusammen mit EWE ein Power-to-Heat-Modul. Damit sollen Windstrom-Spitzen für die ökologische Dampfproduktion genutzt werden.

Die niedersächsische Papier- und Kartonfabrik Varel testet zusammen mit EWE ein Power-to-Heat-Modul. Damit sollen Windstrom-Spitzen für die ökologische Dampfproduktion genutzt werden.

Bild: © hxdyl/AdobeStock

Im Rahmen des Verbundprojektes enera mit dem Oldenburger Energieversorger EWE testet die Papier- und Kartonfabrik Varel (PKV), wie überschüssiger Strom schnell und einfach in Dampf umgewandelt werde kann. Den Dampf benötigen die Papiermaschinen zur Trocknung der Papierbahn. Für den überschüssigen Strom setzt PKV nun eine Power-to-Heat-Modul ein, wie das Unternehmen mitteilte.

In der Region wird Windstrom im Überfluss produziert. Wenn an windreichen Tagen davon besonders viel im Netz ist, kann ein Verbraucher, wie das Power-to-Heat-Modul, flexibel Strommengen übernehmen. Damit wird dieser direkt in der Region nutzbar.

Hintergründe zum Projekt

"Wir sehen diese erprobte und unkomplizierte Technologie als weiteren wichtigen Meilenstein auf dem Weg, in Zukunft einmal CO2-neutral zu produzieren", so PKV-Gesellschafter Kristian Evers. Dazu brauche es natürlich viele weitere Meilensteine - Solarenergie und Biogas, grünen Wasserstoff und die richtigen gesetzlichen Rahmen, die der Energiewende Raum geben.

Hintergrund des Verbundprojektes ist das Bestreben der PKV, langfristig komplett CO2-neutral zu produzieren. Im Rahmen des derzeit laufenden Strategieprogramms investiert das Unternehmen dabei unter anderem in die Energieeffizienz seiner Anlagen. Die pro Tonne Papier aufgewandte Energie soll in den kommenden Jahren um 23 Prozent sinken. Auch eine weitere Modernisierung des Kraftwerks steht ab 2020 an. Hier werden schon heute 92 Prozent des Energieträgers Erdgas in nutzbaren Dampf und Strom umgewandelt. (ab)

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