Laut der Analyse des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) ist jede vierte Heizung in Deutschland mindestens 25 Jahre alt – und arbeitet damit ineffizient.

Laut der Analyse des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) ist jede vierte Heizung in Deutschland mindestens 25 Jahre alt – und arbeitet damit ineffizient.

Bild: © Julian Hochgesang/unsplash

Von Juli an müssen Hauseigentümer in Hamburg beim Austausch von Heizungsanlagen einen Mindestanteil von 15 Prozent an erneuerbaren Energien sicherstellen. Daran hat die Umweltbehörde am Freitag erinnert. Die Pflicht ist Teil des 2019 beschlossenen Hamburger Klimaschutzgesetzes.

"Der Mindestanteil kann beispielsweise über Solarthermie, Umweltwärme oder Biomasse erreicht werden", heißt es in der Mitteilung. "Bei kleineren Anlagen kann Erdgas auch mit einem entsprechenden Biomethananteil eingekauft werden." Die Stadt Hamburg will bis 2030 CO2-Emissionen um 55 Prozent reduzieren und bis 2050 klimaneutral sein.

Klimaschutz-Know-how

"Einen wesentlichen Beitrag können und müssen wir alle bei den Gebäuden über eine klimafreundliche Versorgung mit Strom und Wärme erreichen", sagte Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne). "Das Handwerk in der Stadt spielt dabei eine wichtige Rolle und unterstützt die Umsetzung bereits jetzt."

Der Präsident der Handwerkskammer, Hjalmar Stemmann, sagte: "Der Bedarf an Fachkräften mit Klimaschutz-Know-how wird weiter steigen: Bereits heute bilden sich viele Handwerker in Umwelttechnik weiter."

Berufliche Bildung

In puncto Klimaschutz und Nachhaltigkeit müsse aber die Politik stärker in die berufliche Bildung investieren. "Um die Klimaziele zu erreichen, braucht Hamburg die Macher der Klimawende, nämlich das Handwerk, dringender denn je." (dpa/jk)

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