Eine speziell für geophysikalische Erkundungen umgebaute Douglas DC-3 ist derzeit in Nürnberg unterwegs. Das Flugzeug hat zwei angepasste, schalloptimierte Turboprop-Motoren, modernste digitale Luftfahrttechnik sowie eine verbesserte Avionik und ist mit speziellen Messgeräten ausgestattet.

Eine speziell für geophysikalische Erkundungen umgebaute Douglas DC-3 ist derzeit in Nürnberg unterwegs. Das Flugzeug hat zwei angepasste, schalloptimierte Turboprop-Motoren, modernste digitale Luftfahrttechnik sowie eine verbesserte Avionik und ist mit speziellen Messgeräten ausgestattet.

Bild: © N-Ergie

Wer dieser Tage in den Himmel über Nürnberg blickt, hat gute Chancen einen „Rosinenbomber“ zu sehen. Das Flugzeug des Typs Douglas DC-3 ist bekannt aus Zeiten der Berliner Luftbrücke, nun kreist eine dieser Maschinen über der Frankenstadt, um das Geothermie-Potenzial vor Ort zu untersuchen.

Bereits am Wochenende hat die Spezialmaschine ihren Kurs aufgenommen und wird voraussichtlich zehn Tage das Areal in und um Nürnberg abfliegen, um geophysikalische Daten zu sammeln. Auf deren Basis soll dann eine geologische Karte erstellt werden, die zur Bewertung des geothermischen Energiepotenzials in diesem Gebiet verwendet werden kann.

Erste Ergebnisse in wenigen Wochen, abschließende Beurteilung erst in mehreren Jahren 

Mit einer Flughöhe von etwa 300 Metern kreist die Maschine relativ nah über dem Boden. Die Einsätze finden täglich statt, für Verzögerungen können jedoch schlechtes Wetter und die Sichtbedingungen sorgen. Für die Messflüge arbeitet die N-Eergie mit Geospace zusammen, einem von weltweit drei Spezialunternehmen, die geophysikalische Erhebungen dieser Art anbieten.

Mit ersten Ergebnissen der Messungen rechnet der Nürnberger Regionalversorger Mitte dieses Jahres. Die finale Bewertung des Erdwärme-Potenzials unter der Stadt wird noch mehrere Jahre dauern. (lm)

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