Stadtwerke und der lokale Wohnungsdienstleister Aufbaugemeinschaft ziehen an einem Strang, um die Fernwärme der Stadt klimaneutral zu machen: Sie stellten ihr Energiekonzept Fernwärme vor, berichtete die "Neue Westfälische" am Sonntag. Das Energiekonzept wird seit 2017 in der Kernstadt umgesetzt. Dabei soll ein energieeffizientes Fernwärmenetz entstehen.
Die Kraft-Wärme-Kopplung soll in diesem Konzept mindestens 75 Prozent der Fernwärme ausmachen. Ein eigens gegründetes Tochterunternehmen der Stadtwerke, die Energie-Management-GmbH, wird dieses Vorhaben umsetzen. Die Fernwärmeversorgung soll bis Ende 2025 auf 90 Prozent erneuerbare Energie umgestellt werden.
Erweiterungen und Ausbau
Die ursprüngliche Erzeugungsanlage, ein ehemaliges Blockheiz-Kraftwerk, wurde erweitert. Es kann nun Biogas aus örtlicher Produktion betrieben verwenden. Außerdem kann Erdgas durch einen Spitzenlastkessel eingesetzt werden. Die Anlage wird durch einen Wärmespeicher abgerundet.
Für den bisherigen Netzausbau erhielten die Stadtwerke Zuschüsse aus Mitteln der Europäischen Union. Rund 425.000 Euro wurden über das Programm "progres.nrw" ausgezahlt. Insgesamt wurden in die 2,1 Kilometer Netzlänge rund 1,1 Mio. Euro investiert. Hierbei ist es geplant, industrielle Überschusswärme aus dem Kraft-Wärme-Prozess und der Einsatz von Biomethan einzubinden. (gun)



