Stadtwerke-Vorstand Ulrich Koch, Hernes Oberbürgermeister Frank Dudda und Bezirksbürgermeister Mathias Grunert (v.l.) auf der Baustelle für das grüne Wärmenetz

Stadtwerke-Vorstand Ulrich Koch, Hernes Oberbürgermeister Frank Dudda und Bezirksbürgermeister Mathias Grunert (v.l.) auf der Baustelle für das grüne Wärmenetz

Bild: © T.Schmidt/Stadt Herne

Im Ortsteil Horsthausen haben die Stadtwerke Herne mit dem Bau eines 3,5 Kilometer langen Wärmenetzes begonnen, wie das kommunale Unternehmen mitteilt. Die Wärme kommt aus einem Blockheizkraftwerk, das die Stadtwerke dort mit Grubengas betreiben.

„Wir schlagen hier die Brücke von der Herner Bergbauvergangenheit zur zukunftsfähigen, dezentralen Energieversorgung“, beschreibt Stadtwerke-Vorstand Ulrich Koch das Projekt in der Mitteilung. Man wisse, so Koch weiter, dass man den Anwohnern in der kommenden Zeit einiges zumuten werde. „Aber am Ende lohnt es sich. Denn Jahr für Jahr können wir künftig 800 Tonnen CO2 einsparen.“ Zwei große Abnehmer hätten sich bereits für die grüne Wärme aus Grubengas entschieden.

Hinterlassenschaften des Bergbaus klug nutzen

Auch Oberbürgermeister Frank Dudda ist laut der Mitteilung ein Fan des Projektes: Für Herne sei das ein großer und wichtiger Schritt auf dem Weg in eine nachhaltige und ressourcenschonende Zukunft. „Wenn dabei auch noch aus den Hinterlassenschaften des Bergbaus Energie gewonnen werden kann, ist das natürlich ganz besonders gut und hilft der Umwelt gleich doppelt.“

Bereits seit 2005 produzieren die Stadtwerke am Zechenring in einem Blockheizkraftwerk (BHKW) regenerativen Strom. Zum Einsatz kommt Grubengas aus der ehemaligen Zeche Friedrich der Große, dass sonst ungenutzt in die Atmosphäre entweichen würde. Das Gas aus den stillgelegten Bergbauschächten gilt als 21-mal schädlicher als CO2. Zusätzlich zu den BHKW-Motoren werden zwei Spitzenlastkessel installiert, die bei erhöhter Wärmenachfrage mit Biogas betrieben werden. (amo)

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