Die milden Temperaturen am Anfang des Jahres waren ein Grund für den niedrigen Energieverbrauch.

Die milden Temperaturen am Anfang des Jahres waren ein Grund für den niedrigen Energieverbrauch.

Bild: © Andrey Popov/Adobe Stock

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes waren 2019 alle Wintermonate fast durchgängig sehr mild. Der Heizbedarf ist in Deutschland dementsprechend nur leicht gestiegen: Ein Musterhaushalt in einem Einfamilienhaus musste rund zwei Prozent mehr Heizenergie aufwenden als im Vorjahr, wie das Vergleichsportal Verivox mitteilte.

Gaskunden mussten dennoch deutlich tiefer für ein warmes Zuhause in die Tasche greifen. Eine Familie mit Gasheizung zahlte durchschnittlich 1125 Euro und damit 8,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Das war vor allem den gestiegenen Gaspreisen geschuldet. Die durchschnittlichen Preise für Gas verteuerten sich allein zum Jahreswechsel 2019 um 2,2 Prozent. Im Jahresmittel war Gas 2019 im Durchschnitt 7,6 Prozent teurer als 2018. Eine Kilowattstunde Gas kostete laut Verivox-Verbraucherpreisindex 2018 noch 5,63 Cent, 2019 lagen die Kosten bei 6,06 Cent je Kilowattstunde.

Heizen mit Öl verteuerte sich nur leicht

Ölkunden mussten 2019 durchschnittliche Kosten in Höhe von 1249 Euro tragen. Das Heizen mit Öl hat sich damit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,5 Prozent verteuert. Leichtes Heizöl kostete 2018 im Jahresmittel 68,80 Euro pro Hektoliter, 2019 waren es 67,44 Euro (minus zwei Prozent).

"Die Heizölpreise schwanken stark, so dass die tatsächlichen Kosten vor allem davon abhängen, wann der Tank gefüllt wird. Wer etwa im November 2018 Heizöl bestellen musste, zahlte gut ein Viertel mehr als ein Kunde, der im Januar 2019 seinen Tank auffüllte" sagt Valerian Vogel, Energieexperte bei Verivox. (gun)

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