Insgesamt zählt Frankfurt mehr als 60 unternehmensunabhängige Rechenzentren von mehr als 30 Betreibern, weitere sind in Planung oder werden derzeit gebaut.

Insgesamt zählt Frankfurt mehr als 60 unternehmensunabhängige Rechenzentren von mehr als 30 Betreibern, weitere sind in Planung oder werden derzeit gebaut.

Bild: © Shuo/AdobeStock

Die Nutzung von unvermeidbarer Abwärme ist ein Standbein der Wärmewende, neben Industriebetrieben, kommen auch Rechenzentren als Wärmelieferanten infrage, doch das Interesse daran ist derzeit noch verhalten, wie eine aktuelle Umfrage der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz (DENEFF) nun nahelegt.

Zwar hat annähernd die Hälfte der 100 Befragten bereits ein Projekt zur Abwärmenutzung aus Rechenzentren umgesetzt, allerdings plant über ein Viertel keine derartigen Vorhaben. Auffällig ist außerdem, dass knapp ein Drittel (31 Prozent) derer, die angaben, aktuell Projekte zu planen, deren Umsetzung zunächst zurückgestellt hat. Befragt wurden Akteure verschiedener Branchen, darunter Rechenzentrenbetreiber, Vertreter:innen aus Forschung und Wissenschaft und Technologieanbieter.

Abwärme oft zu kalt oder zu wenig 

Über die Hälfte der Befragten (56 Prozent), die ihr Projekt vorerst auf Eis gelegt haben, gaben an, dass sie Schwierigkeiten hätten, geeignete Abnehmer für die Abwärme zu finden. Eine weitere Herausforderung liege in den niedrigen Abwärmetemperaturen bzw. in der niedrigen Leistung sowie in vorhandenen Technikinfrastrukturen. Auch die Unklarheit über die Wirtschaftlichkeit oder deren Fehlen wurde von 52 Prozent der Stakeholder als Hemmnis genannt.

Bürokratische Probleme wurden hingegen kaum angeführt. Lediglich 23 Prozent hätten Schwierigkeiten mit Baugenehmigungen, ebenfalls 23 Prozent nannten die Förderbeantragung als herausfordernd. Auch die, bei anderen Energiewende-Projekten oft fehlende, Akzeptanz im räumlichen Umfeld ist bei Rechenzentrums-Abwärme mit 18 Prozent eher vorhanden. (lm)

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