Das Umweltministerium Baden-Württemberg bietet einen umfangreichen Leitfaden zur richtigen Nutzung der Biotonne an.

Das Umweltministerium Baden-Württemberg bietet einen umfangreichen Leitfaden zur richtigen Nutzung der Biotonne an.

Bild: © piu700/pixelio.de

Baden-Württemberg hat die letzte Biotonnen-Lücke im Land geschlossen: Der Landkreis Sigmaringen hat in seiner jüngsten Sitzung der Einführung einer getrennten Sammlung von Bioabfällen zugestimmt. Die getrennte Sammlung von Biomüll ist bundesweit seit Anfang 2015 vorgeschrieben; manche Landkreise wehren sich aber aus Sorge vor steigenden Müllgebühren.

„Den Sigmaringer Kreisräten ist dieser Beschluss nicht leichtgefallen, umso mehr freut es mich, dass sie am Ende eine Entscheidung der Vernunft getroffen haben“, sagte Landesumweltminister Franz Untersteller. Die Getrenntsammlung sei nicht nur gesetzliche Pflicht, sondern sie schaffe die Voraussetzung für eine hochwertige Verwertung von Bioabfällen. Diese seien eine Ressource, die nicht in den Restmüll gehört, so der Umweltminister.

Mehr Vergärungsanlagen nötig

Nun gehe es darum, die Infrastruktur für die Verwertung von Bioabfällen zu verbessern, so Untersteller. Derzeit würden etwa 40 Prozent der häuslichen Bioabfälle in kombinierten Vergärungs- und Kompostierungsanlagen verwertet. Um alle häuslichen Bioabfälle hochwertig zu verwerten, seien noch mehr dieser kombinierten Vergärungsanlagen nötig.

Während in Baden-Württemberg die letzte Lücke geschlossen wurde, ist dies bundesweit längst noch nicht der Fall. Nach Zahlen der Umweltschutzorganisation Nabu vom Sommer landet in knapp jeder fünften Kommune der Bioabfall noch immer in der Restmülltonne. (wa)

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper