Fahrer Harald Halberkann vor den neuen Stralis 260S33NP

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Bild: © Iveco

Deutschlands größter Entsorgungskonzern Remondis setzt seinen rasanten Wachstumskurs fort. Wie das Unternehmen aus Lünen bei Dortmund auf Anfrage mitteilte, lag der Umsatz im vergangenen Jahr bei 7,9 Mrd. Euro und damit 0,6 Mrd. Euro höher als 2017. Ein Jahr zuvor, 2016, waren es 6,1 Mrd. Euro gewesen.

Zugleich stieg die Mitarbeiterzahl im vergangenen Jahr gerundet um 2000 auf 36.000. Ein Teil des Wachstums kam über Zukäufe – schon seit langem übernimmt Remondis immer wieder Müllunternehmen, die häufig nur lokal tätig sind.

Marktmacht steigt

Die kleineren privatwirtschaftlichen und die kommunalen Konkurrenten beklagen eine zunehmende Konzentration in der Branche, was den Wettbewerb für sie erschwere. Der gestiegene Jahresumsatz verdeutlicht, dass Remondis weiter an Einfluss gewinnt. Angaben zum Gewinn machte das Familienunternehmen wie üblich nicht.

Ein umstrittener Zukauf droht unterdessen zu scheitern: Bereits im vergangenen Jahr gab Remondis die Übernahme des Kölner Unternehmens Duales System Deutschland (DSD) bekannt, das die Markenrechte am Recycling-Symbol Grüner Punkt hält. Hierbei handelt es sich um ein Unternehmen, das die Abholung, Sortierung und Verarbeitung von Abfall organisiert und dabei Aufträge zum Beispiel an Müllabfuhren vergibt.

Bundeskartellamt meldete Bedenken an

Remondis-Konkurrenten sehen mit der Übernahme deutlich schlechtere Perspektiven für ihre Geschäfte. Das Bundeskartellamt nimmt den Zukauf noch unter die Lupe und scheint Befürchtungen wegen einer zu starken Wettbewerbsposition von Remondis durch den DSD-Kauf zu teilen: Unlängst meldete die Behörde Bedenken an. Final entscheiden müssen Deutschlands oberste Wettbewerbshüter bis zum 28. Juni. (dpa/pm)

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