Eine Müllverbrennungsanlage in Oberhausen

Eine Müllverbrennungsanlage in Oberhausen

Bild: © Shutterstock

Das Geschäftsklima in der Waste-to-Energy(WtE)-Branche ist 2019 noch einmal auf einen neuen Höchstwert gestiegen. Das ist das Ergebnis des aktuellen WtE-Branchenbarometers. Die Umfrage wird jährlich vom Beratungsunternehmen Ecoprog mit Unterstützung des Betreiberverbandes CEWEP durchgeführt.

Fast 80 Prozent der WtE-Betreiber beurteilen ihre Geschäftslage als gut, nicht ein einziger Betreiber bezeichnete sie als schlecht. 30 Prozent der Anlagenbetreiber berichten in Bezug auf die vergangenen Monate sogar noch einmal von einer gestiegenen Auslastung, fast 80 Prozent sprechen von einer hohen Auslastung.

Noch besser in der WtE-Industrie

Noch deutlicher verbessert hat sich die Stimmung in der WtE-Industrie. Diese steigt nun schon das dritte Jahr in Folge. Das Geschäftsklima erreicht hier ein Allzeit-Hoch seit der ersten Befragung 2012.

Mehr als die Hälfte der Technologieanbieter, Ingenieure und Zulieferer berichtet davon, dass die Nachfrage in den vergangenen Monaten gestiegen sei, mehr als 90 Prozent beurteilen ihre Geschäftslage aktuell als gut oder befriedigend.

Kreislaufwirtschaftsgesetze der EU keine Bedrohung

Auch die Recyclingbemühungen im Rahmen der Umsetzung des Kreislaufwirtschaftspaketes der Europäischen Union sieht die Branche nicht als Bedrohung. Nur 14 Prozent der befragten Betreiber gehen davon aus, dass die Abfallmengen zur thermischen Verwertung hierdurch deutlich sinken werden.

Auch Ecoprog erwartet, dass Bevölkerungswachstum, ein steigender Konsum, der Rückgang der Deponierung in Europa und die Stilllegung von Kohlekraftwerken zu einem stabilen oder sogar steigenden Bedarf an Kapazitäten in Müllverbrennungsanlagen und EBS-Kraftwerken führen. Dieses gilt nicht nur für die EU insgesamt, sondern auch für einzelne etablierte Volkswirtschaften, wie etwa Deutschland. (pm)

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