Bild: © Gudellaphoto/Adobe Stock

Das Entsorgungsunternehmen Knettenbrech und Gurdulic hat sich mit den Energieversorgern Entega und ESWE zusammengetan und die MHKW Wiesbaden GmbH gegründet. Sie soll sich um den Bau und Betrieb des Müllheizkraftwerkes (MHKW) auf dem Biebericher Dyckerhoffbruch, einem Industriegebiet im Westen der Stadt, kümmern.

Der Neubau soll künftig den Restmüll der Wiesbadener verbrennen und dabei Wärme für die Region produzieren. Nach aktuellem Planungsstand sollen rund 100.000 MWh an die Fernwärmeversorgung ausgekoppelt werden. Betriebsstart soll voraussichtlich 2021 sein, erklärt die Pressesprecherin von Knettenbrech und Gurdulic der ZfK. Bevor es losgehen kann, braucht es allerdings noch die Genehmigung des Regierungspräsidiums Darmstadt.

Emissionen unterschreiten gesetzliche Grenzwerte

Dass es überhaupt eine eigene Müllverbrennung in Wiesbaden geben wird, war lange Zeit nicht sicher. Die Entsorgungsbetriebe der Landeshauptstadt Wiesbaden (ELW) verfrachten den Restmüll bislang nach Frankfurt am Main. Da der Vertrag zwischen der dortigen Müllverbennungsanlage und dem Kommunalunternehmen zum Jahresende ausläuft, muss eine Alternative her. Im Sommer sollte ein Gutachten des Freiburger Öko-Instituts Grundlage für eine sachliche Diskussion über Sinn und Nutzen eines Neubaus liefern. Mit gemischtem Ergebnis.

Die Negativ-Prognosen der Gutachten will die MHKW Wiesbaden GmbH mit jeder Menge Versprechungen ausräumen. Nicht nur die Transportwege nach Frankfurt entfallen und damit auch Verkehrsemissionen, auch die CO2-Emissionen des HKW selbst sollen spitzenverdächtig sein. Die gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte würden freiwillig unterschritten. Teures Nachrüsten soll auch in Zukunft nicht nötig werden. Die Investitionskosten für die Anlage liegen im niedrigen dreistelligen Millionenbereich. (ls)

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