Nach zähen Verhandlungen in den vergangenen zwei Jahren könnte Remondis nun tatsächlich beim Grünen Punkt einsteigen.

Nach zähen Verhandlungen in den vergangenen zwei Jahren könnte Remondis nun tatsächlich beim Grünen Punkt einsteigen.

Bild: © Marcel Kusch/dpa

Die Einkaufstour des Entsorgungskonzerns Remondis geht weiter. Das Bundeskartellamt gab am grünes Licht für den Kauf der Recycling- und Containerdienst-Firma Helene Müntefering-Gockeln GmbH & Co. KG, wie die Behörde mitteilte. Remondis ist mit großem Abstand die Nummer eins der deutschen Entsorgungswirtschaft, 2017 kam das Unternehmen auf einen Umsatz von 7,3 Mrd. Euro. Müntefering-Gockeln mit Sitz in Herne erreichte mit seinen rund 80 Mitarbeitern einen Jahresumsatz in der Größenordnung 10 bis 15 Mio. Euro.

Kartellamtschef Andreas Mundt zeigte sich angesichts einer zunehmenden Marktkonzentration in der Entsorgungsbranche besorgt - in den vergangenen Jahren wurden in der deutschen Entsorgungsbranche viele kleine Wettbewerber von größeren Firmen gekauft. Im vorliegenden Fall handele es sich aber um spezielle Entsorgungsmärkte im Ruhrgebiet, auf denen es noch viele Wettbewerber gebe, sagte Mundt. "Eine Untersagung des Vorhabens war daher im Ergebnis nicht gerechtfertigt."

Im September DSD gekauft

Remondis setzt bei seiner Expansion immer wieder auf Zukäufe. Im September hatte Remondis den Kauf des Kölner Unternehmens Duales System Deutschland (DSD) bekanntgegeben. DSD hält die Markenrechte am Grünen Punkt. Die Freigabe durch die Kartellbehörden steht aber noch aus. Zudem verleibte sich Remondis auch kleinere Firmen ein, vor kurzem zum Beispiel das Familienunternehmen Klumpe aus Niedersachsen. (dpa/hil)

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