Nach zähen Verhandlungen in den vergangenen zwei Jahren könnte Remondis nun tatsächlich beim Grünen Punkt einsteigen.

Nach zähen Verhandlungen in den vergangenen zwei Jahren könnte Remondis nun tatsächlich beim Grünen Punkt einsteigen.

Bild: © Marcel Kusch/dpa

Die Rada Gruppe in Augsburg ist auf die Papierentsorgung und –vermarktung spezialisiert und gehört mit 95 Mitarbeiter zum bayerischen Mittelstand. Rückwirkend zum 1. Januar 2019 übernimmt allerdings der Branchenführer aus Nordrhein-Westfalen die Geschäfte.

Aus Sicht von Remondis ist Transaktion eine ideale Ergänzung zu den bestehenden Aktivitäten in Augsburg: „Die Kompetenz von Rada gerade im Bereich der Altpapierverwertung passt hervorragend in unser Portfolio und hilft uns dabei, in der Region weiter zu wachsen und unseren Kunden zusätzliche Dienstleistungen anbieten zu können“, so Frank Gärtner, Geschäftsführer von Remondis Region Süd.

Depner und Pakufol gingen Rada voraus

Auch Rada sieht den Verkauf positiv: „Remondis spricht aufgrund der vergleichbaren Tradition nicht nur die gleiche Sprache. Sie bieten darüber hinaus für unser Unternehmen und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beste Entwicklungschancen für die Zukunft“, betont die Geschäftsführung des Unternehmens.

Dafür dass sich die zuversichtlichen Worte auch bewahrheiten, fehlt allerdings noch die Zustimmung des Bundeskartellamtes. Und dort hat Remondis erst jüngst eine Absage kassiert. Die Lünener wollten den Grünen Punkt kaufen und damit in den Lizenzierungsmarkt für Verpackungsabfälle einsteigen. Die Bundesbehörde sah dadurch allerdings den Wettbewerb in der Branche gefährdet und schob den Plänen einen Riegel vor. Allerdings ist Remondis in Deutschland schon seit Jahren auf Einkaufstour - erst vergangenes Jahr hat der Entsorger die Depner sowie Pakufol, beides Kunststoffrecycling-Firmen, erworben. (ls)

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