Forscher aus Münster setzen Mikroorganismen ein, um Wasserstoff zu produzieren.

Forscher aus Münster setzen Mikroorganismen ein, um Wasserstoff zu produzieren.

Bild: © BillioPhotos.com/Adobe Stock

In zwei Forschungsprojekten der Fachhochschule Münster wird mithilfe von Mikroorganismen Wasserstoff aus Bioabfall und Straßenbegleitgrün gewonnen. Zudem wird aus Wasserstoff Biomethan hergestellt, der Energieträger, mit dem sich Gebäude grün beheizen lassen. Die Mikroorganismen ersetzen dabei die aufwendige Verfahrenstechnik.

"Es geht uns darum, aus Reststoffen benötigte Rohstoffe zu gewinnen", erklärt Marion Schomaker, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forscherteam um Christof Wetter und Elmar Brügging am Fachbereich Energie – Gebäude – Umwelt. "Das ist ein Ansatz, mit dem wir einen Beitrag leisten für die Energiewende und gegen die Ressourcenknappheit."

Wasserstoff als vielseitig einsetzbare Ressource

Wasserstoff eigne sich zum Beispiel als Kraftstoffersatz. Neben der Nutzung als Kraftstoff kann H2 auch ins Erdgasnetz eingespeist werden. Das bietet in Deutschland und auch den Niederlanden die größte Speicherkapazität. Das "grüne" Gas lässt sich dabei nicht nur aus Grünabfällen gewinnen, sondern mittels Elektrolyse auch über erneurbaren Strom. Den Wasserstoff können entsprechende Reaktoren dann wiederum zusammen mit Kohlenstoffdioxid zu Methan umwandeln.

Die Forschungsprojekte "Grünschnitt" und "Methanisierung" sind Bestandteil des Interreg-Projekts "Grüne Kaskade". Das Projekt wird im Rahmen einer Kooperation zwischen Deutschland und den Niederlanden durchgeführt und mit 3,61 Mio. Euro, unter anderem durch die Europäische Union und durch das niederländische Wirtschaftsministerium, finanziert. (bh)

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