Georg Stamatelopoulos und Dirk Güsewell rücken in den EnBW-Vorstand auf (v.l.).

Georg Stamatelopoulos und Dirk Güsewell rücken in den EnBW-Vorstand auf (v.l.).

Bild: EnBW (Montage: Jürgen Walk)

Der EnBW-Aufsichtsrat hat beschlossen, den EnBW-Vorstand um ein Ressort zu erweitern. So wolle man das weitere Wachstum des Unternehmens unterstützen, heißt es in einer Pressemitteilung. Der Verantwortungsbereich des Vorstandsressorts „Technik“, das bisher von Hans-Josef Zimmer geführt wird, soll demnach um weitere operative Aufgaben ergänzt und in die zwei neuen Vorstandsressorts „Erzeugungs-Infrastruktur“ sowie „Systemkritische Infrastruktur“ aufgeteilt werden. Auf diese Weise soll eine optimale Verbindung vom Betrieb aller Infrastrukturen und Energieanlagen mit einem gleichzeitigen Fokus auf Wachstumsthemen sichergestellt werden, begründet EnBW die Umstrukturierung. 

Nachfolger von Hans-Josef Zimmer, der zum 31. Mai 2021 in den Ruhestand geht, werden Dirk Güsewell und Georg Stamatelopoulos. Beide sind 50 Jahre alt. Güsewell ist derzeit bei EnBW Leiter Erzeugung / Portfolioentwicklung. Stamatelopoulos ist ebenfalls ein EnBW-„Eigengewächs“. Er leitet aktuell die Geschäftseinheiten Erzeugung / Betrieb und Dezentrale Energiedienstleistungen. Beide wurden zum 1. Juni 2021 für die Dauer von drei Jahren in den EnBW-Vorstand berufen.

Klare Aufteilung

Dirk Güsewell übernimmt dabei das Ressort „Systemkritische Infrastruktur“, zu dem alle leitungsgebundenen Geschäfte für Strom, Gas und Wasser, die Wertschöpfungskette Gas sowie die Wachstumsfelder Telekommunikation und urbane Infrastrukturentwicklung gehören. Georg Stamatelopoulos übernimmt die Verantwortung für das Ressort „Erzeugungs-Infrastruktur“ mit allen Themen rund um die erneuerbare, konventionelle und nukleare Energieerzeugung sowie die Bereiche Steuerung Technik, Forschung und Entwicklung und HSSE. 

Güsewell war nach Abschluss des Studiums der Betriebswirtschaftslehre von 1993 bis 1998 in verschiedenen Fach- und Führungsfunktionen bei der Robert Bosch GmbH beschäftigt, bevor er 1999 zur EnBW wechselte. Er war dort zunächst in verschiedenen Führungspositionen im Kraftwerksbereich tätig. Seit 2008 baut Dirk Güsewell bei der EnBW das Geschäft mit erneuerbaren Energien aus, zuletzt als Mitglied des Vorstandes der seinerzeitigen Tochtergesellschaft EnBW Erneuerbare und konventionelle Erzeugung AG, bevor er im Zuge einer umfassenden Neuordnung der EnBW-Strukturen 2014 die heutige Position übernahm.

Stamatelopoulos promovierte 1996 zum Dr.-Ing. an der TU Braunschweig. Seinen beruflichen Einstieg in die Industrie fand er 1998 bei der AE Energietechnik GmbH in Wien, wo er zuletzt führende Positionen im Bereich Engineering innehatte. Zwei Jahre später wechselte er zur ALSTOM Power Systems GmbH und übernahm dort in der europäischen Sparte „Utility Boilers“ die Verantwortung für die Konstruktion und Realisierung von Großanlagen. Seit 2010 ist Georg Stamatelopoulos bei der EnBW, bis 2014 für die Investitionsprojekte der erneuerbaren und konventionellen Erzeugung verantwortlich und danach in der heutigen Funktion tätig. (amo)

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