MVG-Chef Ingo Wortmann und Sabrina Soussan, Geschäftsführerin Siemens Mobility, mit dem ersten C2-Zug

MVG-Chef Ingo Wortmann und Sabrina Soussan, Geschäftsführerin Siemens Mobility, mit dem ersten C2-Zug

Bild: © Vauell/SWM

Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) bündelt ihre Mobilitätsangebote mit denen anderer Anbieter in einer App. Zu diesem Zweck kooperiert sie mit dem Start-up Trafi – das Ergebnis soll eine neue Mobilitätsplattform für die bayerische Landeshauptstadt sein. Die Anwendung wird im Laufe des Jahres zur Verfügung stehen und den öffentlichen Nahverkehr sowie neue private Anbieter umfassen, die - analog zum ÖPNV - ebenfalls auf Sharing setzen.

Neben ihren klassischen Höchstleistungsverkehrsmitteln U-Bahn, Tram und Bus treibt die MVG bereits seit mehreren Jahren den Ausbau geteilter Mobilität für den individuellen Bedarf voran. Dazu zählen das Mietradsystem MVG Rad und der Ridepooling-Service MVG Isartiger. Die neue App ist der nächste Schritt: Sie wird vorhandene Angebote bündeln und neue Anbieter geteilter Mobilität integrieren. Mitmachen können neben dem klassischen Nahverkehr grundsätzlich alle Anbieter, die Mobilität jenseits des eigenen Autos bieten.

ÖPNV als Rückgrat

„Wir vernetzen die verschiedenen Anbieter unter einem Dach, um den ÖPNV als Rückgrat der Mobilität sinnvoll zu ergänzen und um Sharing mit Fahrzeugen aller Größenordnungen noch besser und einfacher nutzbar zu machen“, sagt Oberbürgermeister Dieter Reiter. „Sharing ist Teil unserer DNA als ÖPNV-Betreiber“, erläutert MVG-Chef Ingo Wortmann, „mit neuen Partnern und Angeboten wollen wir die erste und letzte Meile abdecken. Unsere Kundinnen und Kunden möchten von der Haustür direkt ans Ziel und nicht nur von Haltestelle zu Haltestelle.“

Sinaida Cordes, zuständig für Innovationsprojekte bei der MVG, ergänzt: „Unser Ziel ist mehr Mobilität für München mit weniger Autoverkehr. Mit unserer App werden wir die Vorreiterrolle in München einnehmen.“ Christof Schminke, Managing Director Commercial bei Trafi, resümiert: „Diese neue Partnerschaft zwischen Trafi und der MVG ist ein ermutigendes Signal, dass immer mehr Städte ihre Mobilität verbinden wollen, um ein nahtloses Erlebnis für ihre Nutzer zu schaffen.“

Mobil mithilfe digitaler Angebote

Mit nur einer App für alle ihre Mobilitätsbedürfnisse können damit in Bälde alle Fahrten durch München geplant, gebucht und bezahlt werden. Die derzeit mehr als 530.000 Nutzerinnen und Nutzer des M-Login haben einen Startvorteil: Sie geben ihre bereits bestehenden Anmeldedaten ein und können die neue Dienstleistung sofort nutzen. Bis Mitte März 2020 läuft ein Interessensbekundungsverfahren, um die ersten Partner für die App zu gewinnen. (sig)

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