Deutschland

Landesregierung überarbeitet Windkraft-Pläne erneut

Zum zweiten Planentwurf waren bis zum Ende der Einspruchsfrist am 3. Januar rund 5200 Einsprüche eingegangen. Nun muss die Flächenkulisse erneut angepasst werden.
15.01.2019

Im Gesamtjahr 2017 lag der Brutto-Zubau von Windenergieanlagen an Land bei 5333 MW beziehungsweise 1792 Anlagen.

Mit einer weiteren Planungsrunde zum Ausbau der Windenergie in Schleswig-Holstein reagiert die Landesregierung auf Tausende von Einsprüchen gegen die bisherigen Planungen. Das Innenministerium kündigte am Dienstag an, es werde ein dritter Planentwurf erarbeitet. "Die Landesplanung geht aufgrund der Vielzahl der Einwendungen davon aus, dass es wahrscheinlich zu Änderungen der Flächenkulisse kommen wird, so dass ein dritter Planentwurf erforderlich wird", erklärte Innenstaatssekretärin Kristina Herbst (CDU). Zum zweiten Planentwurf waren bis zum Ende der Einspruchsfrist am 3. Januar rund 5200 Einsprüche eingegangen.

Der dritte Entwurf soll laut Herbst bis spätestens Ende dieses Jahres erstellt werden und danach in eine neue Anhörung gehen. Um seine Klimaschutzziele zu erreichen, strebt das Land für die Onshore-Windenergie bis 2025 etwa 10 GW installierte Leistung an. Die Regierung werde auch deshalb weiterhin Ausnahmegenehmigungen für den erforderlichen Ausbau der Windenergie parallel zu den laufenden Planungen erteilen, sagte Herbst. Um einen geordneten Prozess zu gewährleisten, schlage die Regierung dem Landtag vor, das im Sommer auslaufende Moratorium für neue Anlagen nochmals zu verlängern. Je nach Ausgang des Anhörungsverfahrens könnte sich der Landtag im Sommer 2020 in erster Lesung mit der weiteren Windenergieplanung befassen. (dpa/al)