Letztjährige Preisträger


Preis der Redaktion: Der „Preis der Redaktion“ ging in diesem Jahr an die Stadtwerke Solingen. Der Kommunalversorger aus Nordrhein-Westfalen setzt als Alternative zur Elektrifizierung des ÖPNV auf Oberleitungsbusse und ein intelligentes Energie-und Lademanagement. Der Preis in dieser Kategorie wird allein von den Redakteurinnen und Redakteuren der Zeitung für kommunale Wirtschaft verliehen.

Leserpreise: In Kategorie „Leserpreis“ wurden insgesamt zwölf Unternehmen prämiert. In den vier genannten Sparten wurde je ein ZfK-NachhaltigkeitsAWARD in Gold, in Silber und in Bronze vergeben. 60 Prozent einer abgegebenen Stimme entfiel dabei auf die Leser, 40 Prozent auf die ZfK-Redaktion.

  • Kategorie Energie: Hier geht der Leserpreis in Gold an die Stadtwerke Bad Nauheim aus Hessen. Der Kommunalversorger treibt mit einer  großen CO2-freien Quartierslösung auf Basis von kalter Nahwärme die Wärmewende vor Ort voran. Den Leserpreis in Silber erhielt die Aschaffenburger Versorgungs GmbH,  den Leserpreis in Bronze die Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim (SWLB).
  • Kategorie Entsorgung: Den Leserpreis in Gold erhielt die Stadtreinigung Hamburg. Diese hat im Rahmen des Bündnisses Hamburgs Wertstoff Innovative mit anderen Partnern eine Waschmittel-Flasche entwickelt und in den Handel gebracht, die aus 100 Prozent recyceltem Kunststoff aus der Hamburger Wertstofftonne respektive dem gelben Sack besteht. Der Leserpreis in Silber ging an den Entsorgungs- und Wirtschaftsbetrieb aus Landau/Pfalz, der Leserpreis in Bronze an die Gesellschaft zur Weiterverwendung von Mineralstoffen mbH(GWM).
  • Kategorie ÖPNV: Hier wurde der VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg mit dem Leserpreis in Gold ausgezeichnet. Das Unternehmen will unter anderem bis Mitte der 2030er Jahre die gesamte Busflotte von aktuell rund 180 Fahrzeugen elektrifizieren. Der Leserpreis in Silber geht an die Stadtwerke Augsburg, der Leserpreis in Bronze an die Technischen Werke Schussental.
  • Kategorie Wasser/Abwasser: Den Leserpreis in Gold hat hier der Energiediensleister Entega erhalten. Dieser hat im Rahmen eines umweltschonenden Konzeptes sämtliche Wasserversorgungsanlagen der Stadt Oberzent digitalisiert. Daten zur Wasserqualität und andere wichtige Kennziffern werden mittels eines Funknetzes (LoRaWAN-Gateways) an den Wassermeister übertragen. Der Leserpreis in Silber wurde an die Badenova überreicht, der kommunale Abwasserentsorger Hamburg Wasser mit dem Leserpreis in Bronze ausgezeichnet.

Preis der Redaktion

Oberleitungsbusse als Alternative zur Elektrifizierung des ÖPNV

Als Alternative zur Elektrifizierung des ÖPNV setzen die Stadtwerke Solingen in Nordrhein-Westfalen auf Oberleitungsbusse. Die Idee dahinter: Mit Batterien ausgestattete O-Busse laden während der Fahrt unter der Oberleitung ihre Batterien auf, um anschließend auch Gebiete abseits der Leitungen elektrisch zu befahren und somit Dieselbusse zu ersetzen.

Smart-Trolley-System

Das Solinger BOB-Projekt geht aber noch einen deutlichen Schritt weiter. Hier wird die  Oberleitung zu einem intelligenten Stromnetz, einem so genannten Smart-Grid erweitert. Mit dem sogenannten Smart-Trolley-System werden zudem auch Zusatzleistungen erbracht. So kann die direkte Einspeisung von Strom aus Photovoltaikanlagen überwacht, direkt an die Oberleitung angeschlossene DC-Schnellladesäulen für Elektroautos geregelt und über bidirektionale Unterwerke auch das städtische Versorgungsnetz unterstützt werden.

Das Solinger BOB-Projekt wird wissenschaftlich begleitet und die Ergebnisse anschließend der Branche zugänglich gemacht. Weitere Infos unter www.bob-solingen.de

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Energie

CO2-freie Quartierslösung mit kalter Nahwärme
Mit einem Kalte-Nahwärme-Projekt auf der Basis von oberflächennaher Geothermie für rund 1200 Bewohner im Quartier Bad Nauheim Süd treiben die dortigen Stadtwerke die Wärmwende in der hessischen Kurstadt voran. Kern des Konzeptes ist die Wärmeversorgung mit dem laut Unternehmensangaben bundesweit größten Erdkollektor und einem kalten Nahwärmenetz mit einer Länge von circa 64 Kilometern.

Wärmepumpen sind zentraler Bestandteil

Das Herzstück des Projekts ist die Energiezentrale, in der alle Daten zusammenlaufen sowie die Steuerung und Optimierung des Gesamtsystems erfolgt. Die Wärme wird vor Ort in den Häusern über Wärmepumpen erzeugt. Im Sommer kehrt sich das System mit vernachlässigbarem Energieeinsatz auf Kühlung um und erspart energieintensive Kühlgeräte.

Flankierendes Forschungsprojekt

Die Anschlussquote liegt bei rund 90 Prozent und übertrifft laut den Stadtwerken die Wirtschaftlichkeitsannahmen. Begleitet wird das Vorhaben von einem vom BMWi geförderten Forschungsprojekt mit drei Hochschulen. Ziel sind dabei Effizienzverbesserungen durch unterschiedliche saisonale Nutzungen der Ebenen des Kollektors. Insgesamt werden mit diesem Geschäftsmodell 750 Tonnen CO2 jährlich eingespart.

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Projekt: „Strom-Autarkie“ mit H2-Community im Neubaugebiet Anwandeweg
Brennstoffzelleneinheiten statt klassischer Heizung- und Wärmepumpenanlagen – das ist die Grundkonzeption eines Pilotprojekts der Aschaffenburger Versorgung GmbH (AVG) im Neubaugebiet Anwandeweg. Ziel ist die Schaffung eines stromautarken Areals.

Hard- und Softwarelösung als Herzstück

Eine zentrale Rolle bei dem Vorhaben spielt eine Hard- und Softwarelösung zur Optimierung des Eigenverbrauchs. Diese managt Erzeugung, Verbrauch und Zwischenspeicherung der erzeugten Energie. Die AVG stellt den Haushalten den eigenerzeugten Strom bedarfsgerecht zum Eigenverbrauch und an den stadtweiten AVG-Ladesäulen kostenfrei für E-Mobilität zur Verfügung.

"Modell für eine dezentrale Energiewende"

Als Gegenleistung erhält sie für die Energiemanagementleistung eine monatliche Pauschale.  Das Projekt ist laut AVG ein Modell für eine dezentrale Energiewende. Die Brennstoffzelle setze im Vergleich mit anderen Wärmeerzeugern und Anlagen zur Eigenstromversorgung bei Wirkungsgrad, Energiebedarf sowie CO2-Emission neue Maßstäbe und gelte als Schlüsseltechnologie einer Power-to-Gas-basierten dezentralen Energiewende, schreibt die AVG.

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Projekt: SolarHeatGrid
Im Rahmen des kommunalen Klimaschutz-Modellprojektes "SolarHeatGrid", haben die Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim die nach eigenen Angaben aktuell größte Freiflächen-Solarthermieanlage in Deutschland sowie einen großen Wärmespeicher errichtet und in das bestehende Fernwärme-Verbundnetz der Stadt Ludwigsburg eingebunden.

Anschluss von Fernwärme-Inselnetzen

Die Anlage hat eine Kollektorfläche von etwa 14.800 Quadratmetern und eine Spitzenleistung von rund neun MW. Zusätzlich wurden drei bisher fossil versorgende Fernwärme-Inselnetze an den Verbund angeschlossen und die übergeordnete Wärmenetzregelung sowie die bestehenden Heizwerke an die neue Situation angepasst und optimiert.

Neben der Wärmeerzeugung durch die Solarthermieanlage, die Verteilung über die neuen Verbindungsleitungen und unterstützt durch die optimierte Regelung und die Speicherung im Wärmespeicher wird auch der Wärmeverbrauch beim Kunden im Projektumfang betrachtet.

Erneuerbaren-Anteil von 66 Prozent

Ausgewählte Fernwärme-Übergabestationen wurden bezüglich Optimierungsmaßnahmen zur Rücklauftemperaturabsenkung untersucht. Unter anderem dank des SolarHeatGrid-Projektes erreicht das Fernwärme-Verbundnetz in Ludwigsburg mittlerweile einen Anteil erneuerbarer Energien von 66 Prozent. Das Großprojekt führt so zu CO2-Einsparungen von 3700 Tonnen pro Jahr.

https://www.swlb.de/solar-heat-grid

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Entsorgung

Hamburgs Wertstoff Innovative
Hamburgs Wertstoff Innovative hat eine Waschmittel-Flasche entwickelt und in den Handel gebracht, die zu 100 Prozent aus recyceltem Kunststoff aus der Hamburger Wertstofftonne respektive dem gelben Sack besteht.

Regionaler Kreislauf aus Kunststoffen

Damit beweist die Hamburger Stadtreinigung gemeinsam mit lokalen Projektpartnern, dass ein regionaler Kreislauf mit Kunststoffen funktioniert. Das Produkt kommt ohne Beimischung von Rezyklaten aus Produktions-/Industrieabfällen aus. Die Projektpartner konnten mit wissenschaftlicher Begleitung zeigen, dass trotz einiger Unterschiede zu Neuware aus hochwertigem Rezyklat eine neue, hochwertige Verpackung entstehen kann.

Entlang der Wertstoffkette – von der Forschung über Sammlung, Sortierung, Recycling der Wertstoffe, Herstellung und Produktion bis zum lokalen Verkauf in über 100 Filialen eines Lebenmittelhändlers – ist je ein Projektpartner vertreten.

Das erhofft sich die Stadtreinigung

Neben der konkreten Ressourcenschonung zeigt das Projekt, dass Recycling wirkt. Die Hamburger Stadtreinigung erhofft sich hiervon vor allem positive Effekte für das Konsum- und Trennverhalten der Verbraucher. https://hamburgs-wertstoff-innovative.de/

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„Organisation: wie Nachhaltigkeit zum Dauerbegleiter wird“
Der Entsorgungs- und Wirtschaftsbetrieb Landau (EWL) sorgt als kommunales Unternehmen für die Abfallentsorgung, Abwasserreinigung und betreibt den Bauhof. Als Umweltunternehmen treibt der EWL Nachhaltigkeit auch mit organisatorischen Veränderungen voran.

Bewertung von Umweltfolgekosten

So werden Entscheidungsvorlagen für die oft ehrenamtlich besetzten Gremien um eine fachliche Bewertung der Nachhaltigkeit eines jeden Projekts ergänzt. Bei Ausschreibungen werden zudem die Umweltfolgekosten mit bewertet. Hierzu wird, wo dies rechnerisch möglich ist, ein kalkulatorischer Preis von 160 Euro je Tonne CO2 bei der Bewertung unterschiedlicher Angebote oder Varianten berücksichtigt.

Durch den Ansatz des kalkulatorischen CO2-Preises beim Transport erhielt nach Jahren wieder ein regionaler Verwerter von Bioabfall den Zuschlag einer Auftragsausschreibung.

Etablierung eines neuen Denkens

Seit Juli dieses Jahres baut der EWL auch ein eigenständiges Controlling auf, das Nachhaltigkeit mit Hilfe harter Fakten im Blick hat. Der EWL definiert aktuell Kriterien, die als Bewertungshilfe für künftige Entscheidungen herangezogen werden. Durch diese Maßnahmen soll in dem kommunalen Unternehmen und in seinem Umfeld ein neues Denken etabliert werden.

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Umwelt- und Ressourcenschutz im Leitungsbau
Bei Baumaßnahmen im Leitungsbau für Gas- und Wasser-/Abwasserrohre sowie Stromkabel fallen große Mengen Aushubmaterial an, das bisher abtransportiert und auf Deponien entsorgt werden musste. Insbesondere die sehr hohen Qualitätsanforderungen an das Füllmaterial im Bereich der Bodenphysik/-chemie haben ein Recycling des Aushubmaterials bisher verhindert.

Neues Aufbereitungsverfahren

Die Gelsenwasser AG und die GWA – Gesellschaft für Wertstoff- und Abfallwirtschaft Kreis Unna mbH haben deshalb in einer mehrjährigen Entwicklungsphase ein Aufbereitungsverfahren entwickelt, welches den Bodenaushub aus technischer und auch wirtschaftlicher Sicht wieder einsatzfähig für die Neuverlegung von Rohren und Kabeln macht.

Gemeinsam wurde die GWM gegründet und die Anlage zur Produktion des Recyclingbaustoffs „GWM-Sand“ am GWA-Standort in Kamen-Heeren-Werve realisiert. Die Produktion läuft seit Oktober 2018 störungsfrei.

Verwertungsquote von 90 Prozent

90 Prozent des Aushubmaterials können beim GWM-Verfahren verwertet, nur zehn Prozent müssen deponiert werden. Deponievolumen wird geschont, vor allem aber sinkt der Verbrauch der begrenzten Ressource „Natursand“ deutlich. Das bundesweite Umweltentlastungspotenzial ist laut GWM immens. www.gwm-sand.de

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ÖPNV

Energiewirtschaftlich optimierte E-Bus-Flotte
Die vollständige Dekarbonisierung des ÖPNV ist das Ziel der VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft aus Nürnberg: Das Unternehmen betreibt derzeit eine Stadtbusflotte von gut 180 Fahrzeugen. Diese wird aktuell mit emissionsarmen Diesel- und Erdgasmotoren betrieben. Bis Mitte der 2030er Jahre sollen diese vollständig elektrifiziert werden.

Innovatives E-Bus-Carport im Bau

Sieben E-Busse sind bereits im Einsatz. Parallel wird der Aufbau hochleistungsfähiger Ladeinfrastruktur erfolgen. Ergänzend ist ein großes E-Bus-Carport inklusive Photovoltaikanlage und Gründach geplant. Die Baumaßnahmen hierfür laufen bereits; die Fertigstellung und Betriebsaufnahme mit etwa 40 Elektrobussen ist für Ende 2021 geplant.

Durch die Entwicklung innovativer Ladestrategien versucht die VAG zusammen mit ihrem kommunalen Schwesterunternehmen N-ERGIE in dem Projekt zusätzlich die Kosten für den notwendigen Fahrstrom zu senken.

Vollständige Vermeidung von CO2-Emissionen

Durch die Umstellung auf emissionsfreie E-Busse und durch den konsequenten Einsatz von Ökostrom für den Antrieb all ihrer Fahrzeuge möchte die VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft nicht nur lokal, sondern auch global Treibhausgas- und Schadstoffemissionen vollständig vermeiden.

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Mobil Flat und City Zone
Mit der Bündelung von ÖPNV sowie Car- und Radsharing in einer Flatrate beschreiten die Stadtwerke Augsburg (swa) neue Wege als Mobilitätsdienstleister. Die Nutzung des ÖPNV und der Verleih-Systeme wird dadurch erheblich vereinfacht. In der Mobil-Flat der swa sind der städtische ÖPNV, das swa-Carsharing mit bis zu 30 Stunden Ausleihdauer pro Monat bei unbegrenzten Kilometern und 30 Minuten swa-Rad kostenlos bei jeder Ausleihe inbegriffen.

City Zone reduziert Parksuchverkehr

Weiter wird die Nutzung des innerstädtischen ÖPNV durch die City Zone erheblich vereinfacht. Diese umfasst neun Haltestellen im Kernbereich der Stadt und unter anderem auch den Augsburger Hauptbahnhof und die Fußgängerzone. Dadurch wird der Parksuchverkehr in der Innenstadt erheblich reduziert.

Auftwertung des ÖPNV-Angebots

Insbesondere die Kombination der Angebote mache es für die Augsburger und Besucher attraktiv, auf das eigene Auto zu verzichten, so die swa. Der ÖPNV könne einfach für alle regelmäßigen und spontanen Fahrten genutzt werden. Werde doch einmal ein Auto benötigt, sei die Nutzung des swa-Carsharings einfach und ohne Zusatzkosten möglich.

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„Vernetzte Mobilität bewegt das Schussental“
Die Kommunen des Schussentals wachsen – täglich pendeln 30.000 Menschen nach Ravensburg und Weingarten. Klimaschutz und Verkehrskollaps erfordern Veränderungen. Als Antwort darauf hat die Technische Werke Schussental GmbH & CO. KG (TWS) ein neues, modulares Mobilitätskonzept erarbeitet; das Projekt wird vom Bundesumwelt- und vom Bundesverkehrsministerium unterstützt.  

Mobilitäts-App als Herzstück

Dreh- und Angelpunkt ist dabei die selbstentwickelte Mobilitäts-App tws.mobil. Diese Plattform ist die Buchungs- und Vernetzungsbasis für die Nutzung diverser Sharing-Angebote der TWS. Die App schlägt dem Nutzer auch die beste Verbindung der eingebundenen Optionen vor.

Diese reichen von einem öffentlichen Pedelec-Verleihsystem mit aktuell 16 Stationen und bald 128 Zweirädern über Carsharing-Angebote bis hin zu einem betrieblichen Mobilitätsmanagement für Kommunen und Unternehmen. Die Einbindung des ÖPNV in die Plattform steht kurz bevor.

Weniger Emissionen, weniger Staus

Durch den Ausbau der vernetzten Mobilität werden Ressourcen geschont. Gleichzeitig steige die Lebensqualität in der Region durch weniger Emissionen, weniger Parkdruck und Staus, so die TWS. Die Mobilitätsplattform ist auch für andere Regionen mit ähnlichen Strukturen nutzbar.

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Wasser

Smartes Trinkwassermonitoring mit LoRaWAN
Die Digitalisierung sämtlicher Wasserversorgungsanlagen der Stadt Oberzent in Hessen steht im Mittelpunkt eines Projektes der Entega. Bereits sieben Anlagen wurden mit Sensoren ausgestattet. Diese erfassen die Füllstände in den Wasserhochbehältern, die Durchflussgeschwindigkeit in den Wasserleitungen sowie Wasserqualität und Wasserdruck.

Wassermeister sparen Zeit und lange Wege

Die entsprechenden Daten werden zukünftig über LoRaWAN-Gateways der Entega übertragen und können vom Wassermeister auf einem Dashboard für alle Anlagen eingesehen werden. Dies spart nicht nur Zeit, lange Wege und CO2-Emissionen, sondern trägt zur Sicherheit in der Wasserversorgung bei und ermöglicht schnelle Reaktionsmöglichkeiten.

Überblick über alle Füllstände

Die weiteren zwei Projektstufen sollen bis Ende 2020 fertig gestellt werden. Insgesamt werden in dem Projekt 19 Anlagen in dem rund 165 Quadratkilometer großen Gebiet digitalisiert und in das neue System der Stadt Oberzent integriert. Der Wassermeister hat laut Entega künftig jederzeit einen Überblick über die Füllstände in den Wasserhochbehältern und kann diese entsprechend aussteuern.

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Wasser- und Klimaschutzbrot (Wa-Kli’s Brot)
Für Landwirte kann Wasserschutz zunächst einen Mehraufwand bedeuten. In Trinkwasser-Schutzgebieten müssen sie Einschränkungen bei der Düngung und beim Anbau der Kulturen beachten. Um aus diesem „Mehr-Aufwand“ für die Beteiligten einen „Mehr-Wert“ zu schaffen, hat der südbadische Energiedienstleister Badenova ein Wasser- und Klimaschutzbrot kreiert.  

Weizen aus Wasserschutzgebiet

"Wa-Kli’s Brot" entsteht mit regenerativ angebautem Weizen aus Feldern im Badenova Wasserschutzgebiet. Die Landwirte bauen vor Ort ihr Getreide an, die regionale Mühle mahlt das Getreide und liefert es zur nahegelegenen Bäckerei. Dadurch entfallen weite Transportwege.

Klimaschutz beginnt vor der Haustüre

So entsteht ein kleiner regionaler Kreislauf. Das Brot wird laut Badenova aufgrund des erhöhten Produktionsaufwands zu fairen Preisen verkauft. Dabei geht es um mehr als um das Thema Wasserschutz. Auch die Stärkung der Wertschöpfung in der Region und die Sensibilisierung von Kunden für verantwortungsvollen Konsum steckten in dem Brot. Es mache sichtbar, dass Klima- und Wasserschutz alle angeht und direkt vor der eigenen Haustüre beginnt.

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Abdeckung des Faulschlammspeichers und Erweiterung der Gasaufbereitungskapazität
Das Klärwerk Hamburg entwickelt sich zunehmend von einem der größten Energieverbraucher der Stadt zu einem wesentlichen Energielieferanten erneuerbarer Energien. Mit der Inbetriebnahme von zwei neuen Anlagen, der Abdeckung eines Faulschlammspeicherbeckens (Klimahaube) und einer neuen Gasaufbereitungsanlage (GALA 2), geht Hamburg Wasser diesen Weg weiter.

Neue nutzbare Potenziale

Versuche an zwei offenen Faulschlammspeicherbecken haben gezeigt, dass ein nutzbares Potenzial zur Faulgasgewinnung aus bereits ausgefaultem Klärschlamm vorhanden ist. Um zugleich Methan zur energetischen Verwertung zu gewinnen und klimaschädliche Emissionen künftig zu vermeiden, hat Hamburg Wasser das Becken mit einer Haube überspannt.

Erste Betriebsergebnisse bestätigen eine mittlere zusätzliche Menge von etwa 1700 Kubikmetern Faulgas pro Tag. Gleichzeitig ist ein Gasspeichervolumen entstanden, dass es ermöglicht, Schwankungen in der Gasproduktion besser auszugleichen und Verluste über die Gasfackel nahezu vollständig zu verhindern.

Deutliche CO2-Einsparungen

Weitere Energieüberschüsse in Form von Biomethan speist das Klärwerk Hamburg in das öffentliche Gasnetz ein. Klimahaube und Gasaufbereitung sparen circa 19.000 Tonnen CO2-Äquivalente pro Jahr ein.

https://www.hamburgwasser.de/privatkunden/unternehmen/presse/mehr-bio-methan-aus-abwasser-staedtische-unternehmen-steigern-erneuerbare-energien-im-gasnetz/

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