Von Schnelltests gehen keine besonderen Risiken aus.

Von Schnelltests gehen keine besonderen Risiken aus.

Bild: © pascalskwara/AdobeStock

Seit dem 24.11.2021 gelten die neuen Regelungen des Infektionsschutzgesetzes. Fahrgäste im ÖPNV müssen dann geimpft, genesen oder getestet sein (3G). Badegäste brauchen in vielen Bundesländern zudem einen gültigen Schnelltest (2G Plus).

Als eines der ersten kommunalen Unternehmen hat die Münchener Verkehrsgesellschaft (MVG) - Tochter der Stadtwerke München - am Mittwoch (24.11.) eine Großkontrolle durchgeführt. Bei der sogeannten Abgangskontrolle am Karsplatz ("Stachus") in der Münchener Innenstadt wurden 1300 Personen auf Tickets und 3G-Nachweise kontrolliert. 26 Personen waren nach Unternehmensangaben weder geimpft, genesen oder getestet.

Großkontrollen in Dortmund

Unterstützt wurden die Fahrscheinprüfer der MVG von der Münchener Polizei, die sich auch um die entsprechenden Bußgelder kümmerte. "Wir mussten kein zusätzliches Personal einstellen", versichert Johannes Boos, Pressereferent Bereich MVG, Stadtwerke München.

Auch die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) haben Schwerpunktkontrollen durchgeführt. Am Montag und Dienstag seien rund 5000 Fahrgäste kontrolliert worden, berichtet die "Berliner Zeitung". Demnäch hätten 95 Prozent der Fahrgästen einen 3G-Nachweis erbracht. Zu Großkontrollen kam es auch in Dortmund. So waren die Kontrolleure der Dortmunder Stadtwerke (DSW21) am Montag an zwei Standorten im Einsatz. Unterstützt wurden sie von der Polizei und von Ordnungsämtern.

Nur ein kleiner Teil diskutiert

Kontrolliert wurden in Dortmung insgesamt 800 Fahrgäste. 56 Verstöße gegen 3G stellten die Kontrolleure fest, 13 Personen trugen keine Masken. "Die Fahrgäste haben sich zum großen Teil für die Kontrollen bedankt", sagt Britta Heydenbluth, Pressesprecherin, DSW 21. "Nur ein kleiner Teil der Fahrgäste hat diskutiert. Insgesamt gab es keine größeren Konflikte."

Eine grundlegend positive Bilanz, was die Kontrollen im ÖPNV angeht, ziehen auch die Stadtwerke Bamberg. "Wir spüren eine große Akzeptanz und sehr großes Verständnis bei unseren Fahrgästen", sagt Jan Giersberg, Pressesprecher, Stadtwerke Bamberg. Rund jeder 10. Fahrgast müsse jedoch aufgrund eines fehlenden 3G-Nachweises vor die Tür gesetzt werden.

Kontrollen nur stichprobenartig

"In den meisten Fällen geschieht dies ohne Diskussionen", so Giersberg weiter. "Es gibt aber erheblichen Diskussionsbedarf bei einigen wenigen Fahrgästen." Zu körperlichen Auseinandersetzungen sei es bisher nicht gekommen.

Im Gegensatz zu den Münchener Kolleg*innen kontrollieren die Stadtwerke Bamberg nur stichprobenartig. "Wenn der Bund eine noch intensivere Kontrolle wünscht, muss er uns mit Ressourcen unterstützen. Auch angesichts der sinkenden Fahrgastzählen können wir uns einen höheren Personalaufwand nicht leisten", sagt Giersberg. "Für große Kontrollen fehlt uns einfach das Personal."

Konstanz denkt über Fremdpersonal nach

Das bestätigen auch die Stadtwerke Konstanz, die bisher ebenfalls nur stichprobenartig kontrollieren. "Wir denken darüber nach, Fremdpersonal zu beauftragen", sagt ein Unternehmenssprecher. Diese privaten Sicherheitsfirmen sollen die Kontrolleure der Stadtwerke untersützten. Allerdings gibt es coronabedingt bei diesen Firmen auch Engpässe.

Massive Einbrüche bei Bädern

Sorgen bereiten den Bambergern auch die massiven Einbrüche von Besucherzahlen in den Bädern. Sogar die Schließung des Hallenbades "Bambados" scheint möglich. "Wir wollen das Angebot so lange wie möglich aufrechterhalten", sagt Giersberg. Aktuell prüfe das Unternehmen, wie sich Testangebote direkt vor dem Bad einrichten lassen.

Einbrüche bei den Badegästen haben auch die Münchener Stadtwerke registriert. Der Zugang ist ohnehin bereits auf 25 Prozent der maximalen Auslastungskapazität beschränkt. Nun wird auch diese Zahl in den meisten Bädern bei Weitem nicht mehr erreicht, wie ein Unternehmenssprecher auf ZfK-Nachfrage bestätigt. Eigene Testkapazitäten können die Stadtwerke nicht anbieten - dafür fehlt es am Platz und an Personal. (jk)

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