Die Aufsichtsräte der Technische Werke Dresden GmbH (TWD) und der EnergieVerbund Dresden GmbH (EVD) haben sich am vergangenen Donnerstag einstimmig hinter den Beschluss zum Rückkauf der von Thüga AG München gehaltenen Anteile an der Drewag – Stadtwerke Dresden GmbH – gestellt. Der Dresdner Stadtrat hatte bereits Anfang Juni einer kompletten Rekommunalisierung der Drewag zugestimmt. Die Thüga ist derzeit als reiner Finanzinvestor mit zehn Prozent an der Drewag beteiligt.
Der Wert des Thüga-Paketes wird mit Stichtag Jahresende 2019 durch einen Gutachter ermittelt werden. Endgültige Klarheit über den Wert wird deshalb erst 2020 bestehen, die Rückkaufoption mussten EVD und TWD aber bis Ende Juni ziehen. "Als Landeshauptstadt Dresden wären wir für Ideen und interessante Optionen von Seiten der Thüga jenseits der Finanzinvestorenrolle gesprächsoffen gewesen", bekräftigte der Aufsichtsratsvorsitzende, Oberbürgermeister Dirk Hilbert.
Frank Brinkmann, Geschäftsführer der TVD ergänzt: "Die regionale Wertschöpfung, die wir in Dresden und Ostsachsen durch unsere Energieunternehmen Drewag und Enso schaffen, spiegelt sich zukünftig auch in der Anteilseignerstruktur wider und schafft Klarheit für die Zukunft". (hoe)
Hintergrund:
Dresden hat zum 1.1.2020 die Option, die von der Thüga AG München gehaltenen 10 % der DREWAG-Stadtwerke Dresden GmbH zurückzukaufen. Die Option musste bis Ende Juni 2019 erklärt werden. Der Rückkaufswert muss gutachterlich festgestellt werden.
Bereits 2009 hatte die Landeshauptstadt Dresden den Rückkauf von DREWAG-Anteilen in Höhe von 35 % von der EnBW beschlossen, die Teil- Rekommunalisierung wurde 2013 vollzogen. Seitdem hält die TWD 90 % an der DREWAG. Die DREWAG generierte im Geschäftsjahr 2018 einen Umsatz von 1,17 Mrd. Euro, bei einem Stromabsatz von 4.344 GWh und einem Gasabsatz von 8.478 GWh. Ende 2018 beschäftigten DREWAG und DREWAG NETZ rund 1.440 Mitarbeiter.



