Am Solarpark in Bingen können sich Bürger:innen beteiligen.

Am Solarpark in Bingen können sich Bürger:innen beteiligen.

Bild: © David Fecht

EnBW bietet Anwohnenden erneut eine finanzielle Beteiligung an einem PV-Projekt. In ihrem Solarpark in Bingen (Baden-Württemberg) hat EnBW 3 MW Leistung installiert, seit Dezember 2023 ist er in Betrieb.

Über ein sogenanntes Nachrangdarlehen können Bürger:innen nun für einen Zeitraum von sieben Jahren einen festen Betrag ab 500 Euro bis maximal 10.000 Euro anlegen.

Für die Anlage gibt es jährliche Zinsen von 5,25 Prozent. Beteiligen können sich alle vollgeschäftsfähigen Privatpersonen, deren Wohnsitz sich in der Gemeinde Bingen in Baden- Württemberg befindet. Auch wer dort über eine Meldeanschrift verfügt, einen Zweitwohnsitz unterhält, ein Gewerbe betreibt oder dort freiberuflich tätig ist, kann teilnehmen.

Die dreiwöchige Zeichnungsphase startet am 23. Februar 2024 und läuft bis das Emissionsvolumen von 550.000 Euro aufgebraucht ist.

Hoher Zinssatz

Im Vergleich zu Anlage-Optionen ähnlicher Art sind die versprochenen Zinsen hoch. Die Stawag beteiligte Bürger:innen 2023 etwa an einem Windparkprojekt und zahlte 3,5 Prozent (Laufzeit: 6 Jahre). Die Stadtwerke Dinslaken zahlen für ihren DHE-KlimaFonds 2,05 Prozent (Laufzeit: 5 Jahre).

Profit für Gemeinde

„Mit dem Solarpark treiben wir in Bingen die Energiewende im Land mit voran“, sagt der Bürgermeister von Bingen Jochen Fetzern (parteilos). „Neben den Einnahmen, die an uns als Gemeinde fließen, können die Bingener durch das Nachrangdarlehen auch direkt persönlich am Erfolg teilhaben. Das war uns in der Ausgestaltung des Projekts sehr wichtig.“

Auch für die im Herbst 2023 eingeweihte Windenergieanlage in Veringenstadt wird es ein Nachrangdarlehen für die dortigen Bürger:innen geben. Details dazu werden Anfang März 2024 bekanntgegeben. (pfa)

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