Zum 1. Januar 2021 passt die EnBW die Grundversorgungspreise für Wärmestrom (Haushalte mit Wärmepumpe oder Nachtspeicherheizung) und Gas den aktuellen Marktentwicklungen an.

Zum 1. Januar 2021 passt die EnBW die Grundversorgungspreise für Wärmestrom (Haushalte mit Wärmepumpe oder Nachtspeicherheizung) und Gas den aktuellen Marktentwicklungen an.

Bild: © EnBW

Der Karlsruher Energiekonzern EnBW hebt zum dritten Mal innerhalb eines Jahres seine Gas-Grundversorgungspreise an. Zum 1. Dezember steigen die Preise auf 13,54 Cent pro kWh, wie das Unternehmen mitteilt. Das seien im Schnitt 38 Prozent mehr als bislang, heißt es.

Die erste Preisrunde hatte EnBW zum Jahreswechsel angekündigt. Die Preise stiegen von 6,52 auf 7,84 Cent pro kWh. Der nächste Aufschlag folgte zum Halbjahr. Jetzt also Nummer drei.

EnBW Gas-Grundversorger in Stuttgart

EnBW begründet die Entwicklung mit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine, der an den Energiemärkten zu nie dagewesenen Preissteigerungen und dauerhaft hohen Preisniveaus geführt habe. "Damit sind nun auch Energieunternehmen, die mit einer vorausschauendenden Strategie Energie beschaffen, dazu gezwungen, sehr hohe Einkaufspreise zu bezahlen."

EnBW ist in großen Teilen Baden-Württembergs Gas-Grundversorger. Dazu gehört die Landeshauptstadt Stuttgart selbst.

EnBW mit Gassparprämie

Um die Preissteigerungen abzufedern, hatte der Konzern für Bestandskunden eine Gassparprämie ausgelobt. (Die ZfK berichtete.) Die Anmeldefrist wurde bis zum 31. Oktober verlängert.

Demnach erhalten Kunden einen Rabatt von 100 Euro, wenn sie in den Wintermonaten ihren Gasverbrauch im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zehn Prozent oder mehr reduzieren. Dabei werde der Temperaturverlauf berücksichtigt, heißt es.

Festhalten an Beschaffungsstrategie

Ferner will EnBW an einer langfristigen Beschaffungsstrategie festhalten, um die Folgen der Preiskrise zu lindern.

EnBW ist bei weitem nicht das einzige Unternehmen, das den Gas-Grundversorgungspreis in diesem Jahr mehrmals anhob. Regionalversorger EWE musste bereits vier Preisrunden ankündigen und stand zuletzt bei 14,99 Cent pro kWh. Die Kölner Rheinenergie wiederum schlug nur einmal auf. Dabei verdoppelte sich der Preis jedoch auf 18,30 Cent pro kWh.

Vergleichsportalangebote noch teurer

Noch teurer waren zuletzt Gasangebote auf gängigen Vergleichsportalen. Für Stuttgart lagen die billigsten Verivox-Tarife am Dienstag bei 24 Cent pro kWh. (aba)

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